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Fortuna: Fortuna ist heiß auf den MSV

VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 05.02.2010 - 07:22

Am Sonntag (13.30 Uhr) treffen die Westrivalen aus Düsseldorf und Duisburg in der 2. Fußball-Bundesliga vor einer Saisonrekord-Kulisse aufeinander. Wer verliert, ist erstmal draußen aus dem Aufstiegsrennen.

Ein Bild aus dem Hinspiel: Bulykin scheitert an Starke.  Foto: rpo, Falk Janning
Ein Bild aus dem Hinspiel: Bulykin scheitert an Starke. Foto: rpo, Falk Janning

Das Feld ist bereitet. Mehr als 40.000 Zuschauer werden sich am Sonntag ab 13.30 Uhr das Fußballspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem MSV Duisburg ansehen. Das sind nicht nur mehr Besucher als bei irgendeiner anderen Zweitliga-Partie dieser Saison - das ist mit Blick auf die Historie eine schier unglaubliche Zahl. Schließlich sind die alten West-Rivalen in den goldenen 70er- und 80er-Jahren häufig in der Ersten Bundesliga aufeinandergetroffen, doch oft genug hatten diese Vergleiche kaum mehr als 12.000 Fans gesehen.

Der Boom rund um die Fortuna hat nun aber auch dieses Duell erfasst, und selbst die 0:1-Niederlage beim Abstiegskandidaten TuS Koblenz am vergangenen Freitag hat ihm keinen Abbruch getan. Zwar melden sich nun schon die ersten Nörgler zu Wort, denen die Auswärtsschwäche Fortunas (nur acht Punkte aus zehn Begegnungen) ein Dorn im Auge ist. Die allermeisten Fußballfreunde in der Landeshauptstadt betrachten das bisherige Auftreten des Aufsteigers jedoch mit Anerkennung bis Begeisterung.

Letztere wird auch am Sonntag wieder zu spüren sein, denn die Düsseldorfer sind heiß auf den MSV. Das hat natürlich mit der Tabellensituation zu tun: Beide Teams stehen nur durch die Tordifferenz getrennt auf den Rängen fünf und sechs. Beide sind zudem in Zugzwang, wenn sie ganz oben dran bleiben wollen, was Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth auch deutlich formuliert: „Wer am Sonntag verliert, ist erst einmal draußen aus der Verlosung.“

Stimmt - wobei der Aufsteiger den großen Vorteil hat, das Rennen um den Sprung in die Erste Liga als Hobby betreiben zu dürfen. Niemand hätte vor der Saison den „Durchmarsch“ erwartet, geschweige denn verlangt. Das sieht bei den Duisburgern ganz anders aus. Deshalb sagt Frymuth süffisant: „Den Druck in diesem Derby hat ganz eindeutig der MSV.“

Nun ist es aber keineswegs so, dass Fortuna sich keinen Druck macht. Wer nach 20 Spieltagen auf Platz fünf steht und nur drei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz aufweist, der will auch möglichst bis zum Ende ganz oben dran bleiben.

Hinzu kommt, dass es eine große Heimserie zu verteidigen gilt. Seit dem 19. April 2009 (damals 0:1 gegen Union Berlin) haben die Düsseldorfer in ihrer Arena nicht mehr verloren, nach diesem Datum in 13Heimpartien nur zwei Unentschieden zugelassen. Den bislang letzten Punktverlust auf eigenem Platz gab’s am 28. September beim 0:0 gegen Alemannia Aachen.

Vielleicht die größte Motivation bezieht die Mannschaft von Trainer Norbert Meier, der ja selbst früher die „Zebras“ betreute, aus der Hinserie dieser Saison. Da hatte sie die Duisburger in der MSV-Arena eine Halbzeit lang beherrscht, sich dann aber nach Mihai Tararaches Sonntagsschuss aus dem Nichts auskontern lassen und letztlich noch 0:3 verloren. Das Lehrgeld, das Kapitän Andreas Lambertz und Co. an jenem Montagabend zahlten, möchten sie jetzt gern zurückfordern. Am liebsten mit ein paar Zinsen.

Quelle: RP

 
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