Fortuna: Fortuna ist heiß auf Union
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 15.04.2011 - 07:28Die Zweitliga-Fußballer treten am Freitag (18 Uhr, Live-Ticker) erstmals im mobilen Stadion an. Die Vorfreude auf die enge, stimmungsvolle Spielstätte ist groß - und die Düsseldorfer wollen alle drei Partien in der "Lena-Arena" gewinnen.
Oberflächliche Betrachter würden behaupten: In diesem Fußballspiel geht es allenfalls um eine goldene Südfrucht nach Wahl. Doch warum ist dann jedem Fortuna-Spieler anzumerken, dass die Mannschaft heiß ist wie Frittenfett? Die Antwort liegt im Austragungsort der Zweitliga-Partie gegen Union Berlin, dem mobilen Stadion im Arena-Sportpark mit dem diesmal sehr gastfreundlich anmutenden Namen „Air-Berlin-World“. Nur drei Fortuna-Partien wird es in diesem Kurzzeit-Stadion geben - und die Fortunen lassen keinen Zweifel aufkommen, dass sie alle drei gewinnen wollen.
„Das ist für uns alle ein Highlight“, gibt Trainer Norbert Meier, der sonst gern das kühle Nordlicht spielt, offen zu. „Wir spielen in einem reinen Fußballstadion. Es ist so wunderbar eng, dass mich jemand, als ich beim Training mal zur Eckfahne ging, von der Tribüne aus am Kopf gekrault hat. Das ist eine zeitlich begrenzte Geschichte, es wird jedes Mal ausverkauft sein, und unsere Fans werden uns nach vorn peitschen.“
Zur Vorfreude, die auch jedem Spieler anzumerken ist, kommt hinzu, dass Meier für die Schlussphase der Saison nochmals zum verschärften Konkurrenzkampf aufgerufen hat. „Jeder hat die Möglichkeit, ein Bewerbungsschreiben abzugeben“, betont er - und spricht dabei besonders seine erfolglosen Stürmer Sándor Torghelle und Ranisav Jovanovic an. Beide werden zwar nicht von Anfang an spielen, sollen aber ihre Jokerchance nutzen: „Es ist eine Frage der Qualität, auch der psychischen Qualität, wenn man nach einer langen Durststrecke wieder explodiert. Dafür gibt es prima Beispiele, Mario Gomez etwa oder Miro Klose.“
Offen ist noch, wer die gesperrten Jens Langeneke und Johannes van den Bergh in der Viererkette ersetzen wird. Im Zentrum hat Tiago die besseren Karten, weil er bereits im Hinspiel (1:0 für Union) den seinerzeit ebenfalls gesperrten Langeneke gut vertrat. Der Trainer gibt jedoch zu bedenken, „dass auch Claus Costa und Adam Bodzek sich schon in der Innenverteidigung bewährt haben“.
Spannender ist der Kampf um den Posten des linken Außenverteidigers. Zwar kassiert Kai Schwertfeger ein Sonderlob seines Coachs („Der Junge hat gezeigt, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit auf ihn Verlass ist“), doch könnte sich Meier mit der Nominierung Sascha Dums eines Luxusproblems entledigen: Dum spielte nach seiner Einwechslung in Oberhausen grandios, aber die Außenbahnen sind durch Maxi Beister und Andreas Lambertz bestens besetzt.
Zumindest an Lambertz führt kein Weg vorbei, wie auch Meier versichert: „Bei manchen merkt man erst, wie wichtig sie sind, wenn sie fehlen - Lumpi ist so einer.“
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