Fortuna: Fortuna ist Unions Lieblingsgegner
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 20.01.2010 - 09:35Union fiebert der Partie bei Lieblingsgegner Fortuna Düsseldorf entgegen. Viermal in Folge hat die Truppe von Trainer Uwe Neuhaus mit 1:0 gegen Fortuna gewonnen. Am Freitag wollen sie das vor mehr als 25.000 Besuchern in der Esprit-Arena noch einmal wiederholen.
Der Rückstand zum Relegationsplatz beträgt für die siebtplatzierten Köpenicker nach ihrem 1:0-Sieg zum Rückrundenstart gegen Rot-Weiß Oberhausen nur zwei Zähler. Die Fans haben Lunte gerochen. Das Thema Aufstieg geistert wieder durch das Stadion an der Alten Försterei. Trainer Neuhaus reagiert allergisch darauf, hat wie sein Düsseldorfer Kollege Norbert Meier zunächst einmal den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben.
Und das gilt beim Aufsteiger solange als offizielle Marschroute, bis die 40-Punkte-Marke gefallen ist, wie Unions Sportdirektor Christian Beeck erklärt. Die Spieler haben das verinnerlicht. Sie formulieren keine zu hohen Ziele, erklären gebetsmühlenartig: "Der Klassenerhalt ist unser Ziel!"
Die jüngsten fünf Partien zwischen Fortuna und Union
28. Juli 2007: 1. FC Union Berlin - Fortuna Düsseldorf 0:1 (0:0). Tor: Hamza Cakir (75.).
1. Dezember 2007: Fortuna Düsseldorf - 1. FC Union Berlin 0:1 (0:0)
2. November 2008: 1. FC Union Berlin - Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)
19. April 2009: Fortuna Düsseldorf - 1. FC Union Berlin 0:1 (0:0)
15. August 2009: 1. FC Union Berlin - Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)
Beim ersten Spiel des neuen Jahres setzte Neuhaus auf seine jungen Winter-Neuzugänge Paul Thomik (24) und Chinedu Ede (24). Die altgedienten Haudegen, Verteidiger Michael Bemben und Mittelfeldspieler Marco Gebhardt, mussten draußen bleiben. Union hat den beiden Routiniers die Freigabe erteilt. Gegen RWO standen beide nicht einmal im 18-er-Kader. Für Bemben brachte Neuhaus den vom VfL Osnabrück gekommenen Winterzugang Thomik als Rechtsverteidiger.
Ab der 65. Minute durfte außerdem Chinedu Ede ran. Der Ex-Herthaner, der in der Winterpause vom MSV Duisburg nach Köpenick gewechselt war, sorgte im Mittelfeld für mächtig viel Wirbel. Die Beobachter waren angetan von den Neuen. Die beiden Hoffnungsträger machten ihre Sache trotz mangelnder Spielpraxis ausgesprochen gut, brachten frischen Wind in die Mannschaft und haben offensichtlich noch Luft nach oben.
Das 1:0 gegen RWO war für Union der erste Dreier nach sechs sieglosen Spielen. Der von Bremen ausgeliehene Kolumbianer John Jairo Mosquera erzielte an seinem 22. Geburtstag das Tor des Tages. Es war sein siebter Saisontreffer.
Neuhaus hielt gegen RWO an dem in den letzten beiden Hinrunden-Spielen erprobten System fest, in dem Käpt'n Macchambes Younga-Mouhani und Dominic Peitz eine Doppel-Sechs vor der Vierer-Abwehr-Kette bilden. Und zum ersten Mal nach sechs vergeblichen Anläufen gelang es der Verteidigung, den eigenen Kasten sauber zu halten.
Verzichten muss Union in der Esprit-Arena am Freitag auf Björn Brunnemann. Der Mittelfeldspieler wird wegen Adduktorenproblemen länger ausfallen. "Björn wird uns in den nächsten Wochen fehlen, da die Probleme im Adduktorenbereich Training und Spiel vorerst nicht zulassen", sagte Unions Sportdirektor Christian Beeck.
Der Ex-Fortune Kenan Sahin, der seinem früheren Klub im Hinspiel das goldenee Tor eingeschenkt hatte, gehört derzeit nicht zur ersten Garde. Wie Gebhardt, Bemben, Hüzeyfe Dogan, Christian Stuff und Daniel Schulz musste Sahin in der eigenen U 23 ein Testspiel gegen das Berlin-Liga-Team bestreiten.- RP ONLINE
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