Fortuna: Fortuna kassiert bittere Pleite
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 11.04.2010 - 22:44Im Zweitliga-Fußballspiel bei Energie Cottbus hatten die Düsseldorfer nicht viel zu bestellen und verloren verdient 2:4. Die Schwächen zogen sich durch alle Mannschaftsteile, aber in der Defensive hakte es am meisten.
Am Ende gab‘s auch noch was aufs Dach. Kaum waren Fortunas Zweitliga-Fußballer nach der 2:4-Niederlage bei Energie Cottbus in ihren Mannschaftsbus gestiegen, da trommelte ein Hagelschauer von Weltuntergangs-Ausmaßen auf das Gefährt. Untermalt wurde das Ganze vom melodischen Donnergrollen eines heftigen Frühlingsgewitters über der Lausitz fürwahr eine symbolträchtige Szenerie beim Abschied vom Schauplatz einer ganz bitteren Niederlage.
„Der Sieg ist für Cottbus letztlich verdient”, fasste Fortunas Trainer Norbert Meier knapp zusammen. „Energie war in der ersten Hälfte viel besser als wir, hatte deutlich mehr Torchancen. Wir haben nach dem Rückstand alles an Offensivkräften gebracht, was uns zur Verfügung stand. Leider haben wir die Möglichkeiten, die sich uns dann boten, nicht genutzt.”
Mehr an Trainer-Analyse gab‘s nicht im Stadion der Freundschaft, das sich diesmal so wenig gastfreundlich gezeigt hatte. Der Fortuna-Tross musste schnell in den Bus, wegen des bedrohlich nahen Abflugtermins in Berlin. Immerhin erreichten die Kicker ihren Flieger noch eines der wenigen Erfolgserlebnisse bei einem unterm Strich verzichtbaren Samstag-Ausflug.
Was man den Düsseldorfern dennoch attestieren muss, war Kampfgeist. Der Aufsteiger wehrte sich, hatte aber wie so oft auf fremden Plätzen nicht die nötigen Mittel. Sebastian Heidinger konnte nicht an die Form des St. Pauli-Spiels anknüpfen, Martin Harnik stand gar gänzlich neben den Schuhen.
Sein schwaches Spiel war verzeihlich, weil menschlich. Eine peinliche „Schwalbe”, die ihm die Gelbe Karte einbrachte, und ein versuchtes Nachtreten hätte sich der Stürmer jedoch sparen können. Schiedsrichter Christian Schößling ließ es mit einer Ermahnung bewenden, womit Harnik viel Glück hatte: Vor einer Woche erst hatte sein österreichischer Nationalmannschaftskollege Andreas Ivanschitz beim Erstligaspiel von Mainz 05 in Nürnberg wegen einer vergleichbaren Aktion die Rote Karte gesehen.
Es lag aber nicht nur an den Stürmern. Von Marco Christ und Andreas Lambertz kam aus dem Mittelfeld viel zu wenig. Und die Deckung stürzte von einer Verlegenheit in die nächste. Vor allem Anderson wird die Partie schnell vergessen wollen. Gegen den Klub seines Ex-Trainers „Pele” Wollitz, der ihn in Osnabrück kaum spielen ließ, wollte der Brasilianer es besonders gut machen und erwischte einen schwarzen Tag. Gleich zwei Treffer musste er auf seine Kappe nehmen. Positive Aspekte wie der erneut forsche Auftritt des eingewechselten Marcel Gaus traten so in den Hintergrund. Ein Weltuntergang ist das trotz des entsprechenden Wetters nicht das zeigte schon der Beifall der mitgereisten Fans nach dem Abpfiff
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