Fortunas neuer Chefcoach Norbert Meier ...
... und sein Assistent Uwe Klein am 1. Januar 2008 vor der LTU arena. Sie hatten am Silvester-Tag erstmalig miteinander telefoniert. Klein hat bereits Massimo Morales und Uwe Weidemann überlebt.
Am Neujahrstag wurde der einstige Bundesliga-Profi von Borussia und Werder Bremen als Nachfolger von Uwe Weidemann und Interimscoach Wolf Werner vorgestellt.
Fortunas Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Erwin hieß Norbert Meier vor der LTU-arena willkommen.
Meier übernimmt die Mannschaft mit dem Ende der Winterpause, ruft sie am 3. Januar zum obligatorischen Laktattest erstmalig zusammen. Der Vertrag läuft eineinhalb Spielzeiten bis zum Sommer 2009.
Meier, der in Dülken wohnt, verriet bei der Präsentation nicht viel, gab lediglich Allgemeinplätze von sich.
Meier: Es sei eine herrliche Aufgabe, mit der Mannschaft zu arbeiten.
„Ich freue mich auf die Arbeit in dem Klub, mit dem ich schon zu aktiven Zeiten viele Berührungspunkte hatte." Nicht zuletzt mit Aufsichtsratsmitglied Thomas Allofs, mit dem er gemeinsam in der Nationalmannschaft stand.
Von seiner Truppe fordert er, dass sie jeden Tag an Fortuna denkt. "Sie muss Fortuna leben."
Offensiv wolle er spielen lassen. In Sachen Zielsetzung vermied er tunlichst das Wort vom Aufstieg und verriet nur soviel: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen."
Erwin versicherte, dass der Rathausbalkon im Fall der Fälle zur Verfügung stehe und für die Mannschaft reserviert sei. Und der OB sagte auch: "Wenn man klare Ziele hat, soll man sich auch dazu bekennen."
Zu seiner zukünftigen Mannschaft sagte Meier: "Sie zählt zu den besten der Liga. Eine Metropole wie Düsseldorf gehört wieder nach oben."
Erwin erklärte das Thema Finanzen gleich zu Beginn der Pressekonferenz für beendet. Fragen zur Finanzierung des neuen Coaches gehörten sich nicht.
„Der Trainer ist finanziert, und damit ist dieses Thema durch.” Erwins dankte seinem Aufsichtsratskollegen Jürgen Marbach (im Hintergrund) so: "„Er sagte mit exzellentem Unternehmergeist, jetzt hauen wir den Knoten durch.”
Eine Absage erteilte Meier einem Trainingslager. "Der Terminkalender ist so gefüllt, da bleibt keine Zeit. Wir erledigen das alles von hier aus."
Er präsentierte sich als guter Kenner der Düsseldorfer Mannschaft, hat unter anderem Fortunas Partien gegen Braunschweig und Erfurt gesehen.
Meier hatte zuletzt den Düsseldorfer Liga-Konkurrenten Dynamo Dresden trainiert, war am 24. September wegen sportlichen Misserfolgs aber entlassen worden.
"Nach meiner Entlassung haben die Dresdner ihre Ansprüche heruntergeschraubt", sagte Meier. Die Sachsen lagen zu diesem Zeitpunkt auf Rang elf mit acht Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz.