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Fortuna: Fortuna sagt Fischer ab

VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 18.07.2008 - 08:09

Manager Wolf Werner und Trainer Norbert Meier hätten den Rechtsverteidiger von Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld gerne ausgeliehen. Die Vorstandsetage der Düsseldorfer hat dies aber abgelehnt.

Werner Sesterhenn, Finanzchef bei Fortuna.  Foto: rpo, Falk Janning
Werner Sesterhenn, Finanzchef bei Fortuna. Foto: rpo, Falk Janning

Kurz nach 10 Uhr am Donnerstag trat Wolf Werner im Trainingszentrum an der LTU-Arena vor die Mannschaft. Der Manager des Fußball-Drittligisten Fortuna verkündete den Spielern, dass sie zunächst keinen neuen Arbeitskollegen bekommen.

Nils Fischer, 21, Rechtsverteidiger des Bundesligisten Arminia Bielefeld sollte, so war es der Plan der Sportlichen Leitung um Werner und Trainer Norbert Meier, für diese Saison ausgeliehen werden.

Mit diesem Vorhaben konnten sie sich nicht beim Vorstand durchsetzen. Der erteilte ihnen einen Korb.

„Wir geben derzeit kein grünes Licht für eine weitere Verpflichtung“, sagte Finanzvorstand Werner Sesterhenn auf RP-Anfrage. „Wir haben im Test gegen Köln ein kompaktes Team gesehen. Aus unserer Sicht ist daher ein Transfer im Moment nicht existentiell.“

Das Nein vom Vorstand ist vor allem eine Ohrfeige für die Arbeit von Werner und Meier. Die hatten heftigst dafür geworben, Fischer in den Kader aufzunehmen. „Er hat die Probe bestanden“, urteilte der Trainer zufrieden kurz nach dem Abpfiff gegen den FC. „Ich werde mich jetzt direkt mit ihm, seinen Eltern und Wolf Werner besprechen. Das kann noch länger dauern. Ich habe meine Frau bereits nach Hause geschickt.“ Bis weit nach Mitternacht saßen sie zusammen. Vergeblich.

Zu diesem Zeitpunkt war das Votum des Vorstands gegen Fischer längst gefallen. Werner wollte das nicht weiter kommentieren. „Wir sind Angestellte des Vereins und müssen die Entscheidung akzeptieren“, sagte er. „Ich habe gleich bei Michael Frontzeck in Bielefeld angerufen, mich entschuldigt und ihm alles erklärt.“

Fischer kommt nicht. Auch eine Rückkehr des Belgiers Olivier de Cock scheint vom Tisch. „Es soll keine weitere Verpflichtung geben“, sagte Werner. „Das wurde mir vom Vorstand mitgeteilt.“ Das hat Werner dann auch dazu veranlasst, die vorhandene Mannschaft auf ihre Aufgaben einzuschwören. Alle sollten noch enger zusammenrücken, die Nachwuchskräfte wie Angreifer Marcel Gaus seien ebenfalls gefordert.

Sesterhenn will unterdessen nichts von Disharmonien zwischen Vorstand und sportlicher Leitung wissen. „Die Zusammenarbeit mit den Herren Werner und Meier läuft wirklich optimal“, sagte er. „Es ist keine endgültige Entscheidung von uns.“ So sieht das auch Aufsichtsratsboss Reinhold Ernst: „Wir sind weiter in der Findungsphase."

Quelle: RP

 
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