Fortuna: Fortuna schlägt Pflöcke ein
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 15.01.2010 - 07:14Rechtzeitig vor dem Rückrundenstart in Paderborn (Freitag, 18 Uhr) lieh der Fußball-Zweitligist den Bremer Stürmer Torsten Oehrl aus. Zudem wurden die Verträge mit Claus Costa und Michael Melka um zwei Jahre verlängert.
Ein bisschen merkwürdig ist die Sache schon. Da startet Fortuna nach ihrem traumhaften Jahr 2009 am Freitag in die mit Spannung erwartete Rückrunde der Zweiten Fußball-Bundesliga - und doch wird in Düsseldorf mehr über Personalien gesprochen als über das Spiel beim SC Paderborn 07.
Personalie 1: Torsten Oehrl. Donnerstagmittag machte der Aufsteiger die Verpflichtung des 24-jährigen Stürmers perfekt. Die letzte Hürde vor dem zunächst bis Saisonende befristeten Ausleihgeschäft mit dem Erstliga-Sechsten Werder Bremen, die medizinische Untersuchung, nahm Oehrl mit Bravour. Der gebürtige Franke ist damit bereits am Freitag spielberechtigt.
Geplante Aufstellung Ratajczak - Weber, Yuki (Anderson), Langeneke, van den Bergh - Costa - Fink, Lambertz, Heidinger - Harnik, Oehrl (Jovanovic).
Schiedsrichter Felix Brych aus München - er leitete vor drei Jahren das Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (2:0).
Personalie 2: Ranisav Jovanovic. Für Freitag, 10 Uhr, ist der Stürmer zur Berufungsverhandlung gegen seine Vier-Spiele-Sperre zum DFB-Sportgericht geladen. Manager Wolf Werner, der „Rani“ neben Co-Trainer Uwe Klein begleitet, ist durchaus zuversichtlich: „Wir haben einige neue Dinge im Gepäck, unter anderem viele Fotos vom betreffenden Zweikampf mit dem Bielefelder Mijatovic sowie ein biomechanisches Gutachten über Ranis Bewegungsablauf.“ Fortuna muss belegen, dass es eben keine Tätlichkeit Jovanovic’ gegen den Bielefelder war - andernfalls bliebe der Serbe noch zwei Spiele gesperrt.
Personalien 3 und 4: Donnerstag verlängerten Torhüter Michael Melka und Mittelfeldspieler Claus Costa ihre Verträge um jeweils zwei Jahre. In Melkas Fall eine kleine Überraschung, da Trainer Norbert Meier noch nicht verkündet hat, wer für den Rest der Saison sein Torhüter Nummer eins sein wird. Melka muss also damit rechnen, hinter Michael Ratajczak nur die „1b“ zu bleiben. Weitere Vertragsverlängerungen - zunächst wohl mit Jovanovic, Ratajczak, Marco Christ und Andreas Lambertz - werden laut Werner „zeitnah“ erfolgen.
Norbert Meier legt die Verhandlungen ganz in die Hände Werners: „Er ist da ein Fuchs im Wolfspelz“, sagt der Coach. So kann wenigstens Meier sein Team weitgehend unbeeinflusst von Personalien auf das wichtige Match in Paderborn vorbereiten. Das heißt: Ganz ohne geht es auch für ihn nicht. Schließlich muss er immer noch entscheiden, ob Ratajczak der Keeper „1a“ bleibt und ob Anderson schon fit genug für einen Einsatz ist.
Respekt vor dem Gegner hat er so oder so: „Paderborn war trotz der 0:3-Niederlage im Hinspiel eine Halbzeit lang die stärkste Gastmannschaft in unserer Arena.“ Es könnte nicht schaden, wenn auch die Spieler dies nicht vergessen hätten.
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