Fortuna: Fortuna sorgt sich um angeschlagenen Ilsø
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 05.02.2011 - 08:57Der Name Hubert Schmitz hat bei Fortunas Fans durchaus einen guten Klang. Der Mann mit dem Schnauzbart gehörte zur Mannschaft, die 1979 den DFB-Pokal gewann und im Europapokalfinale gegen den FC Barcelona stand. Zudem erzielte Schmitz den einzigen Treffer zum bis heute letzten Fortuna-Sieg beim TSV 1860 München. Schöne Geschichten - nur sind sie sehr lange her. Höchste Zeit also, dass die Düsseldorfer Fußballer bei den „Löwen“ nach mehr als 34 Jahren mal wieder einen Dreier landen. Am Montag (20.15 Uhr, Allianz-Arena) bietet sich die nächste Chance dazu.
Auf dem Weg dahin muss Trainer Norbert Meier allerdings einige personelle Probleme bewältigen: Die verletzten Thomas Bröker und Patrick Zoundi fahren gar nicht erst mit. „Es ist aber wichtig, dass bei Bröki die Ursachen seiner muskulären Probleme erkannt sind“, berichtet der Coach. „Das kommt alles vom Rücken, da kann jetzt die Spritzenkur ganz gezielt fortgesetzt werden.“
Am Donnerstag kam die Sorge um Ken Ilsø hinzu, der nur leichtes Lauftraining absolvieren konnte. „Irgendeine Sache mit dem Hüftbeuger“, erklärt Meier. „Früher wussten wir gar nicht, dass es so etwas gibt.“ Dafür seien die Therapiemethoden erheblich besser geworden: „Zu meiner Zeit gab's gern Behandlungen mit Strom, da hast du schon mal waagerecht in der Luft gelegen.“
Solch brachiale Erfahrungen bleiben dem dänischen Angreifer erspart. Dafür muss sich der dreifache Torschütze des Frankfurt-Spiels mit der Neigung seines Trainers auseinandersetzen, immer wieder für eine Überraschung gut zu sein. „Ich bin zuversichtlich, dass Ken bis zu unserem Abflug am Sonntagnachmittag in Ordnung kommt“, sagt Meier. „Dann ist aber längst noch nicht klar, dass er auch gegen Sechzig spielt. Wir müssen bei der Aufstellung schließlich bedenken, welche Spieler auch zum Gegner passen.“
Ganz Ähnliches schreibt der 52-Jährige auch Andreas Lambertz ins Stammbuch: „Unser Kapitän kommt zurück, und ich habe mich sehr gefreut, dass er in einem Interview sagte: ,Ich spiele.? Das ist das, was ich von meinen Spielern hören will. Ob er aber tatsächlich spielt, steht auf einem ganz anderen Blatt.“ Und dieses Blatt zeigt Meier erst am Montagabend.
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