Fortuna: Fortuna stellt sich auf Fürth ein
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 28.11.2011 - 07:56Vor dem Topspiel in der 2. Fußball-Bundesliga am Montag gegen den Tabellenvierten SpVgg Fürth hat Fortuna-Trainer Norbert Meier sein Team auf die Spielweise der Spielvereinigung vorbereitet. Er sieht Fortuna nicht als „Nonplusultra“.
Die Gehirnzellen bei Norbert Meier laufen auf Hochtouren. Noch hat sich der Trainer nicht entschieden, wer Sascha Rösler nach seiner fünften Gelben Karte am Montag (20.15 Uhr, Esprit-Arena) gegen Greuther Fürth ersetzen soll. In der Trainingswoche vor dem Topspiel in der 2. Fußball-Bundesliga hat Fortunas Trainer einige Möglichkeiten ausprobiert. „Sascha ist ja auch Eckball- und Freistoßschütze. Da muss ich mir schon Gedanken machen, wer das am besten lösen kann“, erklärt Meier.
Doch nicht nur die Rösler-Frage war Gegenstand des Trainings, auch auf die Spielweise des Gegners versuchte der Coach sein Team einzustellen. „Vor dem Spiel gegen Union Berlin haben wir beispielsweise das Spiel gegen eine Mannschaft mit Raute im Mittelfeld geübt“, sagt Meier und führt aus: „Wir sagen ja nicht, dass wir das Nonplusultra in der Liga sind und ziehen einfach unser Ding durch. Wir versuchen uns schon auch auf den Gegner einzustellen.“ Die taktischen Details, die der Trainer über Fürth in Erfahrung gebracht hat, gibt er aber nur an sein Team weiter. Generell hat Meier aber viel Respekt vor der Elf seines Gegenübers, Mike Büskens: „Fürth hat ein gutes Team, aber wir sind auch in der Lage guten Fußball zu spielen.“ Die generelle Stärke sieht Meier in der Kaltschnäuzigkeit der SpVgg: „Sie sind abgebrühter geworden und haben in Spielen, in denen es nicht gelaufen ist, dennoch in den entscheidenden Phasen zugeschlagen.“
Die Franken, die durch den Sieg des FC St. Pauli gestern (2:1 gegen Dynamo Dresden) auf Tabellenplatz vier abgerutscht sind, haben nahezu ihren kompletten Kader zusammengehalten. „Dazu haben sie mit Olivier Occean einen Torjäger bekommen, der sich nahtlos eingefügt hat.“, erklärt Meier. Der Kanadier hat in dieser Saison bereits neun Treffer erzielt. „Wir wissen was wir da vor der Brust haben“, meint der Trainer und ist sich sicher, dass seine Elf die Fürther, die bisher auswärts noch ungeschlagen sind, nicht unterschätzen wird.
Nicht nur der Gegner war im Training ein Thema, auch Fehler aus dem Spiel in Berlin (0:0) wurden angesprochen. „Da waren gut herausgespielte Angriffe dabei, die nicht mit dem entscheidenden, letzten Pass abgeschlossen wurden. Da sind wir teilweise nicht richtig gelaufen“, erklärte Meier. Die Aufarbeitung dieser Thematik fand unter anderem auch abseits des Trainingsplatzes per Videoanalyse statt. „So bleibt für uns genügend Arbeit unter der Woche. Da wird der Fußball nicht neu erfunden, aber wir müssen Sachen wiederholen. Fußball ist eine große Anzahl an Wiederholungen“, sagt Meier. Den Fans wäre eine Wiederholung auch recht: Bisher hat Fortuna kein Heimspiel gegen Fürth verloren.
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