Fortuna: Fortuna überzeugt durch Teamgeist
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 23.08.2009 - 09:47Fortunas Kicker haben ihre Anhänger mit dem 1:0 (1:0)-Sieg gegen die TuS Koblenz in einen Freudentaumel versetzt. Und das lag nicht allein an der Tatsache, dass der Aufsteiger mit dem zweiten Sieg im dritten Spiel rein punktemäßig einen guten Start hingelegt hat. Die Düsseldorfer haben als Mannschaft eine Wucht, Präsenz und Freude am Spiel erzeugt, die die Beobachter überzeugte.
War bislang noch nicht klar, wo die Rot-Weißen in der Liga stehen, so zeichnen sich nun erste Konturen ab. Die Anhänger können etwas beruhigter in die Zukunft schauen, weil der Auftritt am Freitag (das Siegtor erzielte Ranislav Jovanovic) das Klassenziel in ein realistisches Bild gerückt hat.
Vor dem Anpfiff hatte im Fortunen-Lager noch Verunsicherung geherrscht. Wie verkraftet die Mannschaft den verletzungsbedingten Ausfall von Mittelfeldmotor Marco Christ, der in der Form seines Lebens war? Diese bange Frage hatte sich nach den 90 Minuten erledigt. Denn das Team gab eine überaus deutliche Antwort: Der Ausfall des Scharfschützen wirkte sich überhaupt nicht negativ aus.
Der Dreier begeisterte deshalb so nachhaltig, weil er nicht das Produkt eines herausragenden Spielers war. Den Sieg errang eine Truppe, die als geschlossene Einheit auftrat. Dabei wirkten Kompaktheit, Siegeswille sowie kämpferische und spielerische Überlegenheit fast schon selbstverständlich. Das Team kombinierte und spielte, dass es Zuschauen eine wahre Lust war. Da zahlt sich nun aus, dass der Kader weitgehend zusammen geblieben ist.
„Wir können einen Ausfall, wie den von Marco Christ, auch deshalb so gut wegstecken, weil wir das aus der vergangenen Saison schon gewohnt sind. Da hatten sich auch unsere Leistungsträger verletzt“, erklärte Trainer Norbert Meier. Er erinnerte dabei an die Ausfälle von Lambertz, Lawarée und Jovanovic, die von den nachrückenden Ergänzungsspielern und vom Teamgeist aufgefangen worden waren.
Christian Weber sagte: "Wir haben gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten drei wichtige Punkte geholt, nicht mehr und nicht weniger." Der Ex-Duisburger weiß aber auch: Mit einer Abwehr, die kaum Chancen zulässt, mit kämpferischem Engagement und mit Toren aus allen Mannschaftsteilen kann das Team am Montag in einer Woche auch beim Aufstiegskandidaten MSV Duisburg etwas holen.
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