Fortuna Düsseldorf hat in der 2. Fußball-Bundesliga erneut den Sprung auf den Relegationsplatz geschafft. Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier setzte sich am 19. Spieltag mit 1:0 (0:0) gegen Mitaufsteiger Union Berlin durch. Zumindest bis Sonntag verdrängten die Rheinländer, die das einzige ungeschlagene Heimteam im Unterhaus bleiben, den FC Augsburg von Platz drei.
Kurz nach dem Seitenwechsel war Anderson zur Stelle und ...
... markierte mit diesem Kopfball den Siegtreffer für die Fortuna. Der Brasilianer kam nach einem Freistoß von Spielmacher Marco Christ unbedrängt zum Kopfball und ließ Union-Torhüter Jan Glinker bei seiner Torpremiere im Fortuna-Trikot keine Abwehrchance (51.
So jubelten Anderson und Marco Christ.
In der Schlussphase setzte Düsseldorfs Jens Langeneke einen von Michael Parensen an Johannes van den Bergh verursachten Foulelfmeter noch an den Pfosten (77.).
Die mehr als 25.000 Besucher in der Esprit-Arena ...
... erlebten ein begeisterndes und packendes Spiel, ...
... das von beiden Seiten mit großer Intensivität geführt wurde.
Die beiden Teams schenkten sich nichts.
Sie kämpften leidenschaftlich, agierten auf hohem Niveau. Es war ein echtes Spitzenspiel.
Fortuna setzte sich am Ende verdient durch, ...
... weil es - angetrieben von einer stimmgewaltigen Kulisse und einer Woge der Begeisterung - ...
... leidenschaftlicher agierte.
Die Düsseldorfer gaben alles, powerten sich über die 90 Minuten Spielzeit völlig aus und überstanden - stehend ko - die letzten Minuten dann nur mit Mühe.
Bitter nur, dass Fortuna erneut eine hohe Geldstrafe ins Haus steht. Wieder einmal deswegen, weil sich ein wenn auch nur kleiner Teil seiner Anhängerschar nicht zu benehmen weiß. In der 19. Minute wurde der Berliner Torsten Mattuschka von einem aus dem Fanblock geworfenen Feuerzeug getroffen. Assi Thomas Frank stellte das orangene Wurfgeschoss sicher.
Die Strafe des DFB für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern vor einer Woche in Paderborn steht noch aus ...
... – nun wird sie mit Sicherheit erheblich aufgestockt. Immerhin: Fortunas Fans stellten den Werfer und übergaben ihn dem Verein. Geschäftsführer Paul Jäger kündigte an, dass er die zu erwartete Strafe gegen den Verein selbst voll zahlen muss.
Die überlegenen Hausherren hätten schon nach vier Minuten in Führung gehen können, der Schlenzer von Sebastian Heidinger landete jedoch nur am Pfosten.
Zunächst hatte Fortuna mehr vom Spiel. Angetrieben wurde sie von Marco Christ, der erstmalig wieder von Beginn an dabei war. Bei seinem Schuss musste sich Union-Keeper Jan Glinker ganz lang machen.
Je länger die Partie dauerte, desto besser fanden die Gäste hinein. Zunächst musste Michael Ratajczak einen gefährlichen Kopfball von Torjäger John Jairo Mosquera meistern, dann zog Paul Thomik nur um Zentimeter vorbei.
Ranisav Jovanovic war die Lust am Spiel anzumerken: ...
Nach drei Partien Sperre war er erstmalig wieder dabei, lässt hier Bernd Rauw aussteigen.
Andreas Lambertz agierte höchst unglücklich: ...
... Trotz allem Engagement gelang ihm sehr wenig, oft kam er einen Schritt zu spät.
Da staunt John Jairo Mosquera (links): Anderson zeigt ungewohnte Offensiv-Qualitäten, geht hier mit nach vorne.
Hier forderten die Düsseldorfer Zuschauer Hand-Elfmeter, ...
... des Schiedsrichters blieb stumm.
Andreas Lambertz schickt ...
... Martin Harnik auf die Reise, ...
... doch Fortunas Angreifer kommt einen Schritt zu spät.
Offensivmann Sebastian Heidinger half auch schon mal in der Abwehr mit aus.
In der Schlussphase brachte Trainer Norbert Meier für den ausgepowerten und mit gelb vorbelasteten Marco Christ Oliver Fink.
Der Coach bedankt sich bei seinem Mittelfeldmotor für eine gute Leistung.
Union-Trainer Uwe Neuhaus brachte wie im Hinspiel in der zweiten Halbzeit den Ex-Düsseldorfer Kenan Sahin.
Hier ist er umringt von Claus Costa, Jens Langeneke und Johannes van den Bergh.
Im Sommer hatte er getroffen, diesmal ging er leer aus. Der Ball ist sichere Beute von Fortuna-Keeper Michael Ratajczak.
Auch Ranisav Jovanovic plagten während der letzten Minuten Krämpfe.
Für den Serben kam Torsten Oehrl.
Andreas Lambertz in einem hitzigen Disput mit Daniel Göhlert.
Das war die letzte Aktion des Fortuna-Käptn's (hier mit Paul Thornik).
"Lumpi" musste mit Wadenkrämpfen raus, ...
... für ihn kam Stephan Sieger
Strahlende Fortunen nach dem Schlusspfiff.
Die Mannschaft auf der Ehrenrunde.
Ausgerechnet der Brasilianer, der nur ein paar wenige deutsche Wörter kennt, musste dann auf Wunsch der Fans die Humba machen. Das "Ausrufezeichen" traute er sich dann aber nicht nachzusprechen.
So sehr freuten sich Torwart Michael Ratajczak und Jens Langeneke: Hier bei der Rutschpartie vor der Südtribüne.