Fortuna: Fortuna verschenkt Erfolg in Fürth
zuletzt aktualisiert: 03.10.2009 - 15:13Fortuna kassierte bei der SpVgg Greuther Fürth eine unglückliche und völlig unnötige Niederlage. Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier unterlag den Franken trotz einer Pausenführung mit 1:2 (1:0). Sie ging vor 600 mitgereisten Fans im Playmobilstadion damit nach einer Serie von drei Spielen ohne Niederlage erstmals punktemäßig wieder leer aus und rutschte auf Rang acht ab.
Martin Harnik hatte die Gäste vor 7850 Zuschauern in der 24. Minute mit seinem ersten Treffer für Fortuna in Führung gebracht. Das Gegentor verschuldeten die Fürther aber auf peinliche Art und Weise selbst. Leonhard Haas vertändelte leichtfertig den Ball und Marco Caliguiri reklamierte, statt den Österreicher an seinem ersten Tor für die Fortuna zu hindern.
Mit einem mustergültigen Zuspiel auf den Ex-Fortunen Sami Allagui, der zum 1:1-Ausgleich traf, machte Haas seinen Fehler wieder gut (48.). Hektisch wurde es in der letzten viertel Stunde: Der schon mit gelb belastete Fürther Kapitän Marino Biliskovic sah nach einem bösen Foul an Harnik die gelb-rote Karte.
In Unterzahl markierten die Franken dann noch den Siegtreffer: Nicolai Müller sorgte mit seinem ersten Zweitliga-Tor für den Heimsieg (85.), allerdings stand Allagui bei seiner Vorlage klar im Abseits.
Das war nicht der einzige gravierende Fehler des unsicher leitenden Schiedsrichters Christian Fischer, der in einigen Situationen auch die Gastgeber benachteiligte. Die Düsseldorfer haderten zudem mit dem Unparteiischen, weil der Fürther Biliskov nach einer Notbremse gegen Andreas Lambertz schon viel früher des Feldes hätte verwiesen werden müssen. Außerdem übersahen Fischer und seine Assistenten ein elfmeterreifes Foul von Meichelbeck an Harnik.
Herr Langeneke, was sagen Sie zum Spiel?
Langeneke: Ein klarer Elfer für uns nicht gegeben, ein klares Abseitstor von Fürth - alle haben es gesehen. Ich enthalte mich einer Bewertung des Scvhiedsrichters. Dafür gibt es Schiedsrichterbeobachter. Dann pfeift der eben bald eine Liga tiefer.
Ist das Ergebnis gerecht?
Langeneke: Nein, wir haben alles gegeben. Mit einem Remis wären beide Seiten zufrieden gewesenn. Und das hätte auch dem Kräfteverhältnis entsprochen.
Fortuna hat stark begonnen.
Langeneke: Richtig. Nach der Halbzeit war dann aber Fürth stärker und kam verdient zum Ausgleich. Wir haben dann nicht genug Druck entwickelt, um ein weiteres Tor erzielen zu können. Wir haben schließlich durch Schiedsrichter-Fehlentscheidungen verloren. Aber so ist halt Fußball.
Düsseldorfs Coach hatte die Mannschaft gegenüber dem Aachen-Spiel geändert, vertraute der Elf vom 4:1-Sieg in Ahlen. Dmitri Bulykin lief für den verletzten Ranisav Jovanovic auf und stürmte an der Seite von Martin Harnik. Auf der linken Seite vertraute Meier wieder der Variante mit Jojo van den Bergh vor Fabian Hergesell.
Fortuna begann stark, war die bessere Mannschaft und lag zur Pause verdient vorne. In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Franken und kamen in einem offenen Schlagabtausch zum gerechten Ausgleich.
Dass die Heimelf in Unterzahl noch zum Siegtreffer kam, das verdankte sie vor allem der "eigenen Dummheit" der Fortuna, wie es Trainer Norbert Meier ausdrückte. "Wenn Du vorne keinen machst, dann musst du in Überzahl wenigstens dafür sorgen, dass hinten keiner mehr reingeht."
Fürth: Loboue - Schröck, Biliskov, Caligiuri, Falkenberg - Fürstner, Haas - Nöthe, Mokhtari (46. Prib/68. Kakoko/76. Meichelbeck), Müller - Allagui. - Trainer: Möhlmann
Düsseldorf: Ratajczak - Weber, Anderson, Langeneke, Hergesell - Fink (68. Christ), Costa (87. Gaus), Lambertz (90. Lawaree), van den Bergh - Harnik, Bulykin. - Trainer: Meier
Schiedsrichter: Christian Fischer (Hemer)
Tore: 0:1 Harnik (24.), 1:1 Allagui (48.), 2:1 Müller (85.)
Zuschauer: 7850
Beste Spieler: Fürstner, Allagui - Anderson, Harnik
Gelb-Rote Karte: Biliskov wegen wiederholten Foulspiels (74.)
Gelbe Karten: Falkenberg (2), Mokhtari (2), Haas - Lambertz, Christ
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




