Fortuna: Fortuna will den nächsten Heimsieg
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 23.04.2011 - 07:41Zum zweiten Mal binnen neun Tagen spielt der Fußball-Zweitligist am Sonntag (13.30 Uhr) im mobilen Stadion. Gegner ist Arminia Bielefeld. Obwohl die Ostwestfalen als erster Absteiger feststehen, warnt Düsseldorfs Trainer Norbert Meier vor dem Tabellenletzten.
Es muss ein Vergnügen sein, in diesem Stadion Fußball zu spielen. Anders sind die Aussagen der 14 Fortuna-Spieler, die bei der Premiere im mobilen Stadion neben der Arena gegen Union Berlin dabei waren, nicht zu deuten. „Eigentlich ist es schade, dass das Stadion nach drei Spielen wieder abgebaut wird“, sagt Oliver Fink. „Es gibt Zweitligisten, die sich die Finger danach lecken würden.“
Mittelfeldspieler Fink wird wohl auch am Sonntag dabei sein, wenn das zweite von drei Spielen in dem schmucken Stadion ansteht. Gegner ist Arminia Bielefeld, die seit dieser Woche als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga feststeht. „Wer jetzt aber nur darüber nachdenkt, wie hoch das Ergebnis ausfallen wird, der ist auf dem völlig falschen Dampfer“, sagt Trainer Norbert Meier, dessen Team derzeit beeindruckenden Fußball spielt. „Gedanklich setzen sich die Bielefelder nicht mit Punktabzügen und dem Abstieg auseinander“, meint der 52-Jährige. „Vielmehr wollen sie sich für neue Verträge empfehlen.“
Fortuna - Bielefeld
Geplante Aufstellung Ratajczak - Weber, Lukimya, Langeneke, van den Bergh - Bodzek, Fink - Beister, Lambertz - Rösler, Ilsø.
Schiedsrichter Thorsten Schriever (Dorum) leitete zuletzt Fortunas 0:3 in Paderborn im vergangenen Oktober.
Genau das gilt es für die Fortunen zu unterbinden. Und das haben sie auch vor. „Gegen Union Berlin waren wir schon die klar bessere Mannschaft und haben verdient und locker 3:0 gewonnen“, sagt Abwehrchef Jens Langeneke. „So kann es gegen Bielefeld weitergehen.“ Der 34-Jährige, der gegen Berlin aufgrund seiner Gelb-Roten Karte in Oberhausen gesperrt war, wird wohl wieder zurück in die Innenverteidigung rücken - und somit erstmals im neuen Stadion auflaufen. Zwar lobt Trainer Meier Langenekes Vertreter Tiago („Wenn er gefragt war, dann hat er seine Leistung gebracht“). Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass er den Führungsspieler auf die Bank setzt.
Auf Kai Schwertfeger muss er aber definitiv verzichten. Der 22-Jährige wird aufgrund einer Infektion bis zum 1. Mai ausfallen. Johannes van den Bergh, der gegen Berlin ebenfalls gesperrt war und von Schwertfeger ersetzt wurde, wird wohl wieder auf der Außenbahn verteidigen - und ebenfalls sein Debüt im neuen Stadion feiern. „Wenn hier die Hütte voll wird, dann haben wir ein schönes Fußballfest vor der Nase“, sagt van den Bergh.
Ob jedoch alle 20.168 Plätze belegt sein werden, hängt von den Bielefeldern ab. Für Düsseldorfer gibt es noch Restkarten, ebenso für den Gästeblock. „Aus Sicherheits-Gründen dürfen dort aber nur Gäste-Fans rein“, sagt Präsident Peter Frymuth. Wie für die Spieler soll es auch für die Fans erneut ein Vergnügen werden, am Sonntag wieder ins Ersatz-Stadion zu gehen.
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