Fortuna: Fortuna will endlich den Pokal
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 08.04.2008 - 00:04Heute um 19.30 Uhr trifft Fortuna im Finale des Niederrhein-Pokals auf Rot-Weiss Essen. Der Papierform nach sind die Düsseldorfer in der Duisburger MSV-Arena Favorit - aber genau vor dieser Haltung warnt Trainer Norbert Meier ausdrücklich.
Ob‘s im dritten Anlauf endlich klappt? Zweimal standen Fortunas Fußballer bislang im Finale des Niederrheinpokals, zweimal gingen sie als Verlierer vom Platz - ohne einen einzigen Treffer erzielt zu haben. Heute Abend gibt es die dritte Chance, und wie bei Versuch Nummer zwei heißt der Gegner Rot-Weiss Essen.
Um 19.30 Uhr wird in der Duisburger MSV-Arena angepfiffen, und entgegen den bisherigen Ankündigungen werden die Abendkassen (ab 17.30 Uhr) geöffnet sein. Offenbar war beim ausrichtenden Fußballverband Niederrhein die Furcht vor einer leeren Kasse bis gestern waren erst 7500 Karten verkauft größer als alle Sicherheitsbedenken.
Fortunas Nachholspiel in Lübeck ist am Montag terminiert worden: Gespielt wird am Dienstag, 22.\x0fApril (19 Uhr).
Für Fortunas Trainer Norbert Meier ist es heute „ein Spiel auf Augenhöhe”. Dies macht er vor allem daran fest, dass sich die Klubs in den Punktspielen dieser Saison zweimal unentschieden trennten. „Und sie haben gegeneinander nicht gerade eine Torflut zustande gebracht”, ergänzt Meier. Nett formuliert. Beide Spiele endeten 0:0.
Das mit der Augenhöhe wird allerdings nicht jeder so sehen. Natürlich hat Meier Recht, wenn er vor den Essenern warnt, zumal da die Düsseldorfer gegen sie fast schon traditionell ihre Probleme haben. Die Regionalliga-Tabelle aber spricht eine andere Sprache. Dort steht Fortuna mit 45 Punkten auf Platz fünf, in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen (je 48). RWE dagegen hat es mit einem Spiel mehr gerade auf 35 Zähler gebracht, weist bereits sieben Punkte Rückstand auf Platz zehn auf - dem letzten, der zur Qualifikation für die neue Dritte Liga berechtigt.
„Aber wer das zum Maßstab nimmt, wird sich warm anziehen müssen”, meint Meier, der die Essner am Sonntag bei ihrer 0:3-Heimniederlage gegen Union Berlin beobachtete. „Da waren sie eine Halbzeit lang das bessere Team.”
Die Düsseldorfer werden heute wohl auf Olivier de Cock verzichten müssen, der im Training einen Schlag auf sein lädiertes Knie erhielt. Andreas Lambertz, der in der Nacht zum Sonntag Magen- und Darmprobleme hatte, geht es dagegen etwas besser. Über die Motivation seiner Schützlinge macht sich Meier keine Gedanken: „Es ist ein Pokal-Endspiel, das sagt doch alles. Da muss man nicht einmal daran denken, dass man als Sieger in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals einzieht und eine Menge Geld für den Verein einspielen kann.”
Vielleicht gelingt Fortuna heute Abend ja die Neuauflage einer alten Glanznummer. Vor 52 Jahren gewann sie das Finale um den Westdeutschen Pokal mit 4:2. Gegen Rot-Weiss Essen in Duisburg…
Fortuna und ihre Auftritte in Pokal-Endspielen
Europacup der Pokalsieger
16. Mai 1979 in Basel: 3:4 nach Verlängerung gegen den FC Barcelona. Torschützen für Fortuna: Seel\x0f(2), Thomas Allofs.
DFB-Pokal
9. Januar 1938 in Köln: 1:2 gegen den FC Schalke\x0f04. Torschütze für Fortuna: Janes (Handelfmeter).
29. Dezember 1957 in Augsburg: 0:1 gegen Bayern München.
16. November 1958 in Kassel: 3:4 n.\x0eV. gegen den VfB Stuttgart. Tore: Wolfframm (2), Hoffmann.
29. August 1962 in Hannover: 1:2 n.\x0eV. gegen den 1.\x0fFC Nürnberg. Torschütze: Wolfframm.
15. April 1978 in Gelsenkirchen: 0:2 gegen den 1.\x0fFC Köln.
23. Juni 1979 in Hannover: 1:0 n.\x0eV. gegen Hertha BSC. Torschütze: Seel.
4. Juni 1980 in Gelsenkirchen: 2:1 gegen den 1. FC Köln. Torschützen: Wenzel, Thomas Allofs.
Niederrheinpokal
1. Mai 2003 in Velbert: 0:1 gegen die SSVg Velbert.
12. Mai 2004 in Krefeld: 0:2 gegen Rot-Weiss Essen.
Hinzu kommen von 1956 bis 1971 fünf Siege in Endspielen um den Westdeutschen Pokal.
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