Fortuna: Fortunas Frage: Costa oder Rösler?
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 23.10.2010 - 00:19Im Zweitliga-Fußballspiel beim SC Paderborn (Sonntag, 13.30 Uhr) müssen die Düsseldorfer neben den Langzeitverletzten Wellington und Königs auch auf Christ und Beister verzichten. 3000 Fans werden Trainer Meiers Team bei der wichtigen Auswärtsaufgabe unterstützen.
Fortuna hat zur Aufholjagd geblasen – und damit ihre Fans so richtig in Reiselust versetzt. Nach den beiden Siegen in Osnabrück und gegen Augsburg verließen die Düsseldorfer die Direkt-Abstiegsplätze der Zweiten Fußball-Bundesliga, könnten nun mit einem Erfolg beim SC Paderborn vollends den Anschluss ans Tabellenmittelfeld schaffen. Diesen Sprung wollen die treuen Anhänger der Rot-Weißen nun wirklich nicht verpassen, so dass sich 3000 von ihnen auf den Weg nach Ostwestfalen machen werden.
„Es ist einfach toll, dass uns so viele Menschen begleiten“, sagt Trainer Norbert Meier. „Es ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, da können wir jede Unterstützung gebrauchen.“ Dies umso mehr, als er seine zuletzt erfolgreiche Startaufstellung mindestens auf einer Position ändern muss: Regisseur Marco Christ fällt wegen einer Sprunggelenk-Verletzung aus, Maximilian Beister – der gegen Augsburg für Christ eingewechselt wurde – bleibt wegen einer fiebrigen Infektion zu Hause. Die Leihgabe des Erstligisten Hamburger SV war sogar einen Tag im Krankenhaus, ist inzwischen aber wieder zu Hause.
Paderborn – Fortuna
Geplante Aufstellung: Melka – Schwertfeger, Lukimya-Mulongoti, Langeneke, van den Bergh – Costa (Rösler), Fink – Zoundi, Lambertz – Bröker, Jovanovic.
Schiedsrichter: Thorsten Schriever (Dorum) – bislang letztes Fortuna-Spiel im Oktober 2009 (4:1 gegen den FSV Frankfurt)
„Wir gehen da gar kein Risiko ein“, versichert Meier und unterstreicht dies dadurch, dass er am Freitag auch Thomas Bröker (Oberschenkelprobleme) und Sascha Dum (Hexenschuss) eine Trainingspause gönnte. „Ich bin bei beiden aber zuversichtlich, das waren Vorsichtsmaßnahmen“, erklärt der Chefcoach.
Vor allem im Falle Brökers wäre ein Ausfall auch ausgesprochen schade, hat sich der frühere Ahlener doch mit kämpferischen Galavorstellungen einen festen Platz im Team erobert. „Das war schon ordentlich, was Thomas zuletzt gezeigt hat“, urteilt Meier mit anerkennendem Kopfnicken.
Somit stellt sich für Sonntag in erster Linie die Frage, inwieweit das Fehlen von Christ und Beister Systemänderungen notwendig macht. Vieles spricht dafür, dass die Düsseldorfer beim heimstarken SCP – der seine sieben Saisonpunkte allesamt im eigenen Stadion holte – ihre Defensive mit einer „Doppel-Sechs“ unterstützen: Bei dieser Variante käme Claus Costa zurück ins Team, würde gemeinsam mit dem zuletzt bärenstarken Oliver Fink die Spielfeldmitte dichtmachen.
Die Alternative wäre, dass Sascha Rösler zu seinem Debüt in Fortunas Startelf kommt. Fink bliebe dann der einzige „Sechser“, der routinierte Zugang würde hinter den beiden Spitzen agieren. „Noch weiß ich nicht, wie ich mich entscheide“, sagt Meier dazu. „Claus Costa gehört zum absoluten Stammpersonal, es geht für ihn immer in Richtung Startelf. Und Sascha Rösler könnte ich fraglos von Anfang an bringen.“
Meiers Schlussfolgerung: „Abwarten. Ich bin auch gern dafür zu haben, einen Spieler ins Rennen zu schicken, der zuletzt nicht einmal im Kader stand.“ Zum Beispiel Sascha Dum.
Richtig heiß auf Paderborn sind ohnehin alle. „Es ist mir völlig egal, wie wir am Sonntag gewinnen“, sagt Kapitän Andreas Lambertz deutlich, „Hauptsache, wir gewinnen.“ Die 3000 reiselustigen Fans sehen es sicher ganz ähnlich.
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