Fortuna: Fortunas wegweisende Wochen
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 03.02.2010 - 07:52Spätestens am Abend des 5. März wird Fortuna ziemlich genau wissen, wohin die Reise in ihrer Comeback-Saison in der Zweiten Fußball-Bundesliga geht. Dann endet mit dem Heimspiel gegen die wiedererstarkte SpVgg Greuther Fürth eine Serie von fünf Punktspielen, die für den Aufsteiger eine Nagelprobe darstellen.
Das gilt insbesondere für die nächsten beiden Partien, am Sonntag (13.30 Uhr) in der Esprit-Arena gegen den Tabellensechsten MSV Duisburg und eine Woche später beim Dritten des Klassements, dem FC Augsburg.
„Wir sind kilometerweit vom Aufstieg entfernt“, hat Abwehrchef Jens Langeneke nach dem enttäuschenden 0:1 bei der TuS Koblenz zu Protokoll gegeben - nach den beiden folgenden Kräftemessen wird diese Aussage entweder bestätigt oder zumindest vorübergehend widerlegt sein.
Wenn die Düsseldorfer von ihrer schweren Karnevalstour zur derzeit vielleicht stärksten Mannschaft der Liga zurückkommen, folgt auf den ersten Blick eine Aufgabe zum Durchschnaufen, am 19.Februar (18Uhr) in der Arena gegen Schlusslicht Rot-Weiss Ahlen. Doch Vorsicht: Die Ahlener sind nicht mehr vergleichbar mit der nahezu wehrlosen Truppe aus dem Hinspiel, das Fortuna im Wersestadion locker 4:1 gewann. Und die Westfalen haben mit dem 1:0-Sieg über Oberhausen am vergangenen Sonntag im Abstiegskampf wieder Blut geleckt.
Nach dem Ahlen-Spiel geht es wieder in die Vollen, im Westschlager am 1.März bei Alemannia Aachen und eben gegen die vom Ex-Fortunen Mike Büskens trainierten Fürther vier Tage später. Angesichts der schweren Heimaufgaben, bei denen niemand eine Fortsetzung der Erfolgsserie in der Arena garantieren kann, sollte das Team von Trainer Norbert Meier besser an seiner Auswärtsschwäche arbeiten, wenn es sich nicht früh aus der Spitzengruppe verabschieden will.
Zunächst aber gilt die gesamte Konzentration dem Match gegen den MSV Duisburg. Hätten beide Kontrahenten am vergangenen Spieltag ihre Partien gewonnen, wäre eine ausverkaufte Arena denkbar gewesen. Doch trotz der Stolperer von Fortuna (0:1 in Koblenz) und MSV (0:2 gegen St. Pauli) ist eine großartige Kulisse gesichert - bis gestern waren über 40000 Karten verkauft, darunter knapp 7000 als Kontingent für die Duisburger.
Das Wort vom „Zweitliga-Vereinsrekord“ ist zwar ein kleiner Etikettenschwindel, da die Düsseldorfer eine Liga tiefer gegen Werder Bremen II bereits 50095 Besucher und ein ausverkauftes Haus verzeichneten. Dennoch wird es am Sonntag wieder einen kleinen Meilenstein geben, denn die bisherige Liga-Bestmarke des Klubs (32495 Zuschauer beim Oberhausen-Spiel im Dezember) ist bereits seit Tagen deutlich überboten.
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