Fortuna: Fortunen schwitzen in der Halle
VON GERNOT SPECK - zuletzt aktualisiert: 04.01.2009 - 23:59Samstag bat der Trainer in der Halle an der LTU-Arena zum Laktattest. Ohne Axel Lawarée reist die Mannschaft am 12. Januar zum Trainingslager in die Türkei. Am Montag spielt das Team zunächst beim Rheinland-Cup in Köln.
Zum Auftakt sprach der Vorstandsvorsitzende. Peter Frymuth trat vor der ersten Trainingseinheit des jungen Jahres am Samstag um 14.15 Uhr vor Fortunas Drittliga-Fußballer, überbrachte die obligatorischen Wünsche. „Dann habe ich in meiner Ansprache ein paar kurzfristige Ziele definiert.”
Die entscheidende Vokabel heißt „kurzfristig”, die Ziele heißen Erfolge im Niederrheinpokal in Essen am 31. Januar sowie in den folgenden Auftakt-Partien der zweiten Saisonhälfte - die Basis für den ersehnten Aufstieg im Mai. Das passt zu Frymuths Ankündigung, sich ab Februar/März mit den Personalien des Managers und des Trainers, deren Verträge am Saisonende auslaufen, zu befassen.
So betonte auch Coach Norbert Meier am Rande des Laktattests, wie „gut” es sei, „dass wir ins Trainingslager fahren”. Ideal, um unter türkischer Sonne die Grundlage für das Erreichen der Ziele zu schaffen zumal „das Wetter in Düsseldorf ganz anders als im vergangenen Jahr ist”.
Das Klima am Wochenende bestätigte den Eindruck: Die Tartanbahn des Nebenplatzes der LTU-Arena war vereist und ließ keinen Intervall-Lauf zu. Der fand in der benachbarten Leichtathletikhalle statt. Den 23 Kickern, die sich auf den insgesamt 8,4 Kilometer langen Rundkurs machten, war es recht.
Ein Rot-Weißer wirkte besonders motiviert: Oliver Hampel, seit Mitte September auf der Verletztenliste und an der Leiste operiert, nahm für manchen im Verein überraschend an der Maßnahme zur Leistungsdiagnostik teil: „Er geht danach wieder raus, fährt möglicherweise mit ins Trainingslager am 12. Januar”, sagt Norbert Meier, „mal sehen, wie Olli es hinkriegt.” Damit fehlte ihm lediglich ein Spieler, allerdings in dem verletzten Axel Lawarée ein ungemein wichtiger.
„Er wird nicht mit in die Türkei reisen”, kündigt Meier an, „auch Kenan Sahin ist nicht vorgesehen.” Der ist seit drei Wochen aus disziplinarischen Gründen freigestellt. „Dafür reisen aus der Zweiten Mannschaft Kai Schwertfeger, Marcel Gaus sowie Torhüter Maximilian Schulze Niehues mit.” „Und” - diesen Seitenhieb gönnte sich der Trainer angesichts aktueller Transfer-Spekulationen - „Sascha Rösler und Simon Terodde”.
Gerade beim Letztgenannten könnte sich Meiers zunächst wohl ironisch gemeinte Prognose bewahrheiten. Langsam kommt Bewegung in die Sache. Teroddes Klub MSV Duisburg nahm am Freitag das Training auf. MSV-Sportdirektor Bruno Hübner kehrte an seinen Schreibtisch zurück und ist fleißig dabei, einige nicht benötigte Akteure zu verkaufen oder auszuleihen.
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