Fortuna: Fragezeichen hinter Jovanovic
zuletzt aktualisiert: 01.10.2009 - 13:53Norbert Meier trifft mit seiner Elf am Samstag in Fürth auf einen Gegner, der nach Wiedergutmachung aus ist. "Die Fürther werden gegen uns alles dran setzen, die Scharte der 0:4-Klatsche von Rostock wettzumachen." Fortunas Trainer spricht mit Hochachtung von den Franken, deren Coach Benno Möhlmann ein alter Weggefährte Meiers ist.
Möhlmann und Meier stiegen vor drei Jahrzehnten gemeinsam mit Werder Bremen in die Bundesliga auf. "Benno ist ein Sachlicher", sagt Meier, "Ihm hätte ich wirklich gegönnt, dass er mit den Fürthern endlich den Sprung in die erste Liga schafft." Am Samstag ist die alte Freundschaft für 90 Minuten vergessen, da wollen die Düsseldorfer alle Punkte aus dem Playmobilstadion entführen, um ihren komfortablen Zehn-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze zu vergrößern.
Mit welchem Kader die Düsseldorfer am Freitag um 16.10 Uhr mit dem Flugzeug gen Süden aufbrechen ist noch offen. Das liegt auch daran, dass hinter dem Einsatz und Gesundheitszustand von Ranisav Jovanovic ein großes Fragezeichen steht. Immerhin habe eine Kernspintomographie am Mittwoch keine gravierenden Schäden am schmerzenden Fuß ergeben. Fortunas Mediziner müssen entscheiden, ob es Sinn macht, dass der Serbe die Reise mitmacht oder ob er nicht besser aussetzt und die Verletzung auskuriert.
Testspiele
Fortuna spielt am Mittwoch ab 19 Uhr in Solingen gegen Union. Zwei Tage später (9. Oktober) ist um 19 Uhr Anstoß eines weiteren Testkicks gegen Twente Enschede (19 Uhr, Paul-Janes-Stadion).Jovanoviv fehlte am Donnerstag bei der morgendlichen Einheit unter Leitung von Fitness-Coach Dirk Schauenberg. Ebenso immer noch Torwart Michael Melka, der sich wegen seiner andauernden Probleme mit seinem Fuß in München bei Müller-Wohlfahrt behandeln lässt.
Ansonsten hat Meier gute Nachrichten: Marcel Gaus' Traininsgverletzung von vergangener Woche hat sich als nicht so gravierend herausgestellt. Der Youngster wird mit nach Fürth fahren.
Gleiches gilt für den lange verletzten Mittelfeld-Regisseur Marco Christ, der gegen Aachen am Montag ein 57-Sekunden-Comeback gefeiert hatte. "Er ist im Training dabei als ob nichts gewesen wäre", sagt der Trainer. Er gibt zu, dass er kurz darüber nachgedacht habe, ihn gegen Aachen schon zu Beginn der zweiten Halbzeit zu bringen. "Aber das war mir zu riskant in diesem engen Spiel. In Fürth ist er eine gute Option, ihn irgendwann zu bringen."
Die genaue Zusammensetzung des Kaders für Fürth gibt es erst nach dem Training am Freitag. "Alle werden alle ihre Sachen mitbringen müssen, die sie für ein Spiel in Fürth benötigen. Manchem werde ich aber mitteilen müssen, dass er am Abend mit der Zweiten gegen Bochum II spielt", sagt Meier.
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