Fortuna: Furuholm auf dem Sprung
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 - 07:51Der finnische Winterzugang Timo Furuholm hat sich in der 2. Fußball-Bundesliga bei Fortuna nahe an einen Platz in der ersten Elf herangekämpft. Trainer Norbert Meier brachte ihn in München früh für den enttäuschenden Thomas Bröker.
Fortuna-Trainer Norbert Meier hat ein Luxusproblem. Acht Stürmer befinden sich in seinem Kader. In Winterzugang Timo Furuholm hat ein weiterer Anschluss gefunden und sich nah an die erste Elf herangekämpft. Nach seiner achtminütigen Premiere in der 2. Fußball-Bundesliga in der Partie gegen Eintracht Frankfurt stand der stürmende Finne im Spiel bei 1860 München mehr als eine Halbzeit auf dem Feld.
Der Coach brachte Furuholm in der 43. Minute für den schwachen Thomas Bröker - und der finnische Nationalspieler machte seine Sache gut. Das sah der 24-Jährige auch selbst so. „Für mich persönlich ist es ganz gut gelaufen“, sagte er. „Es hat sich für mich gut angefühlt, eine längere Zeit im Spiel gewesen zu sein.“ Nach der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft hatte er an seinem persönlichen Erfolg aber nicht wirklich Freude. „Ich bin sauer, dass wir nicht gewonnen haben“, erklärte er. „Wir hatten viele Chancen. Aber so ist eben Fußball.“
Timo Furuholm
Geburtsdatum 11. Oktober 1987
Geburtsort Pori (Finnland)
Größe 1,85 Meter
Position Sturm
Länderspiele 5
Länderspieltore 1
Stationen FC Jazz Pori (2003), Musan Salama (2004), Inter Turku (2005 - 2011), Fortuna (seit 2012).
Dass er den Erfolg des Teams über seinen persönlichen Erfolg stellte, spricht für ihn. Der Coach wird sich über den ehrlichen Teamgeist seines wohltuend zurückhaltenden Schützlinges freuen. Die Partie in der Münchener WM-Arena hatte für den 24-Jährigen perfekt begonnen. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung kurz vor der Halbzeitpause war er am Düsseldorfer Ausgleichstor zum 1:1 durch Maximilian Beister beteiligt. Im zweiten Durchgang erlief er sich eine Torchance, schloss aber zu unplatziert ab. In manchen Situationen fehlte ihm etwas die Bindung zur Mannschaft, da passten seine Laufwege nicht zu denen seiner Mitspieler. „Die Zweite Liga ist für mich immer noch eine Umstellung, sie ist viel schneller“, gibt der Mann der leisen Töne dann auch zu. „Aber ich lerne täglich dazu. Auch die Laufwege werde ich besser kennenlernen.“
Was der 1,85 Meter große Angreifer technisch drauf hat, hat er schon beim Wintercup gezeigt, als ihn Maximilian Beister im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach auf die Reise schickte und er Keeper Heimeroth mit einem platzierten Schuss überwand. Zu jenem Zeitpunkt im Januar musste er noch mächtig pumpen. Das lag daran, dass die Saison in Finnland bereits Ende Oktober zu Ende war. Bis zu seiner Verpflichtung in Düsseldorf im Januar hatte er sich also selbst fit halten müssen.
Konditionell und kräftemäßig hat er längst Anschluss gefunden. Denn er arbeitet in jeder Übungseinheit verbissen und mit viel Ehrgeiz darum, seine Ziele zu realisieren, die er so formuliert: „Ich möchte so oft wie möglich spielen und der Mannschaft helfen, in die 1. Liga aufzusteigen.“
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