Fortuna: Kommentar: Fortuna und das Eigentor
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 21.12.2007 - 23:59Fußball wird zurzeit nicht gespielt, aber Fortuna sorgt trotzdem für Schlagzeilen. Jetzt wegen eines merkwürdigen Arbeitsrechts-Prozesses: Der Verein hat gegen den eigenen Geschäftsführer, Paul Jäger, eine Abmahnung verhängt. Grund: Er sei am Telefon unfreundlich zu Christina Begale gewesen.
Christina Begale? Ja, gemeint ist die Büro-Chefin von Joachim Erwin, die er - um in der Fußball-Sprache zu bleiben - gerne als Ausputzer auf allen möglichen Spielfeldern auflaufen lässt. Unter anderem auch bei Fortuna Düsseldorf. Dort hat sie zwar keine Funktion, aber als Vertraute des OB nimmt sie an seiner Seite offenbar an Aufsichtsratsitzungen teil.
Und wer sie kennt, der glaubt Augenzeugen aufs Wort, die davon berichten, wie scharf sie verbal in Diskussionen hineinflankt und klarmacht, wer bei der Fortuna das Spiel macht - nämlich Erwin. Und damit sie, wenn der Chef nicht da ist. Qualifiziert dazu muss sie ja sein, denn sie war schließlich Olympiabeauftragte und leitet die Sport-Agentur innerhalb der Düsseldorfer Marketing und Tourismus GmbH (DMT).
Dass es nun allerdings für eine Abmahnung reicht, mit ihr am Telefon anzuecken, hat selbst den durch turbulente Jahre gegangenen Verein verblüfft. Zumal jeder, der mit ihr zu tun haben muss, weiß, wie schnell Begale selbst sprachlich reingrätscht, wenn der Gegenspieler den Ball nicht hergeben will.
Der Rechtsstreit geht jetzt jedenfalls in die Verlängerung. Denn Paul Jäger akzeptiert die Abmahnung (auf die eine Kündigung folgen könnte) nicht und will die Richter entscheiden lassen. Die Fans dagegen haben ihr Urteil längst gefällt: Im Fan-Forum der Fortuna-Internetseite bleibt kein Zweifel, wie sie das Ganze sehen - als peinliches Eigentor des Fortuna-Vorstandes, der vor der Zweier-Kette Erwin-Begale einknickt.
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