Fortuna: Kommentar: Transfer mit Hindernissen
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 30.08.2011 - 07:42Die Qualitäten von Tobias Levels sind unbestritten. Er ist ein engagierter Kämpfer, der es schon in ganz jungen Jahren zum Kapitän eines Fußball-Bundesligisten gebracht hatte - das verdient Respekt und macht den 24-Jährigen sicher zu einem potentiellen Kandidaten für Fortuna.
Die Frage ist nur: Ist seine Verpflichtung im Moment wirklich sinnvoll? Und da sind Zweifel erlaubt. Klar, Fortunas Kader ist mit 25 Profis, von denen drei Torhüter und mindestens vier unerfahrene Nachwuchsspieler sind, nicht der größte. Auf der anderen Seite sind die Düsseldorfer hervorragend in die Saison gestartet, haben nach sechs Spieltagen noch nicht verloren und liegen nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer. Da besteht keinerlei Not, vor Schließung des Transferfensters morgen auf Teufel-komm-raus noch einen Spieler zu holen. Fortuna könnte es sich sportlich durchaus leisten, bis zur nächsten Transferphase im Winter zu warten oder auf ein Arbeitslosen-Schnäppchen à la Sascha Rösler in der Vorsaison zu hoffen.
Das zweite Problem ist, dass sich Fortuna mit einem Zugang der Kategorie Levels selbst in Zugzwang brächte. Wer nach einem so guten Start einen Spieler mit einem solchen Renommee und in einer solchen Gehaltsklasse verpflichtet (selbst wenn sein früherer Verein den Löwenanteil übernähme), der kann hinterher nie wieder behaupten, nicht den Aufstieg zum Ziel zu haben. Dabei ist Fortuna bislang mit ihrer Zurückhaltung bei diesem Thema gut gefahren. Die Klubführung sollte intensiv überlegen, ob es wirklich richtig wäre, diese Linie ohne Not zu verlassen.
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