Fortuna: Kommentar: "Vorsicht vor großen Namen"
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 25.01.2010 - 07:15Sicher, es gibt merkwürdige Zufälle im Leben. Und somit auch im Fußballgeschäft. Aber sollte der frühere Schalker Manager Andreas Müller am Freitag wirklich nur aus Spaß am Fußball in der Arena gewesen sein und sich mit Teilen des Fortuna-Aufsichtsrats unterhalten haben?
Falls ja, dann sei es ihm herzlich gegönnt. Fortuna spielt schließlich derzeit mitunter attraktiver als die Königsblauen.
Sollte aber mehr dahinter stecken und irgendjemand in Düsseldorf ernsthaft an ein Engagement Müllers denken - dann sollte der vernünftigere Part der Fortuna-Führung rechtzeitig eingreifen. Als hauptamtlicher Finanzvorstand dürfte der frühere Profi kaum in Frage kommen angesichts der Millionen, die unter seiner nur mäßig erfolgreichen Ägide bei den Gelsenkirchenern verbrannt wurden. Und auf dem Manager-Posten besteht hier zu Lande keinerlei Handlungsbedarf, nachdem Wolf Werner vor dieser Saison mit bescheidenen Mitteln eine bärenstarke Mannschaft gebastelt hat.
Fortuna darf jetzt nicht den Fehler machen und den Erfolgspfad der jüngsten Monate verlassen. Große Namen kosten viel Geld, versprechen aber keineswegs mehr Erfolg. Wer gute Arbeit geleistet hat, verdient Vertrauen. Das gilt für Geschäftsführer Paul Jäger ebenso wie für Wolf Werner.
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