Fortuna: Leverkusen II gut für eine Überraschung
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 03.11.2006 - 00:21Fortuna-Coach Uwe Weidemann wird seine Schützlinge vor dem nächsten Gegner (Samstag, 14 Uhr, LTU arena) deutlich warnen: Die Nachwuchs-Mannschaft von Bayer Leverkusen demonstrierte am vergangenen Samstag bei der unglücklichen 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Osnabrück nämlich einmal mehr eindrucksvoll, dass sie mit den Spitzenteams der Liga durchaus mithalten kann.
Vor der Heimpleite gegen die Wollitz-Truppe hatte die Mannschaft von Trainer Ulf Kirsten fünf Partien in Folge nicht verloren, vier Siege sowie ein achtbares 1:1 in Ahlen erzielt. Am Samstag wird die Gäste sicher die Kulisse in der LTU arena beflügeln.
Die Leverkusener sind in Düsseldorf trotz ihrer starken Partien während der vergangenen Wochen aber Außenseiter. Acht Spieler hatte der Kader im Sommer verloren, die Stammspieler aber fast alle halten können. Die Leverkusener sind gegenüber ihrem ersten Regionalligajahr erfahrener geworden. Ihre Stärke ist gleichzeitig aber immer noch auch ihre Schwäche: Sie leben von ihrem jugendlichen Tatendrang, der sie zu starken Leistungen beflügelt. Doch er geht mit großem Kraftverbrauch einher. Gegen Osnabrück ging der Bayer-Truppe in der letzten halben Stunde die Puste aus und sie gab eine 1:0-Führung noch ab.
Dazu kommen in diesen Tagen große personelle Probleme: Zwar feierte gegen Osnabrück der tschechische U 21-Nationalspieler Michael Papadopulos sein Debut, doch das konnte die Lage nicht entspannen. Ali Camdali (Muskelfaserriss) und Tevfik Köse (Länderspiel mit der türkischen U 19) fallen sicher aus. Ein Fragezeichen steht außerdem noch hinter dem Einsatz der verletzten Kratz und Lartey sowie der grippekranken Cannata und Student.
Kirsten bietet in der Vierer-Abwehrkette den Bundesliga erfahrenen Callsen-Bracker neben Cannata, Hübener und Hergesell auf. Für viel Theater sorgt im Angriff der marokkanische Olympia-Auswahlspieler Tiberkanine. Die Offensive gilt allerdings als die große Schwäche Bayers. Im Vorjahr war die Mannschaft mit nur einem Angreifer angetreten, und auch in dieser Spielzeit fährt Kirsten damit ganz gut. Gegen Osnabrück schlüpfte Neuzugang Papadopulos in diese Rolle.
Für fünf Fortunen ist es ein Spiel gegen ehemalige Kameraden: Sowohl Fortunas Pat Deuß und Tim Kruse, als auch Markus Anfang, Markus Feinbier und Marcel Podszus spielten schon unter dem Bayer-Kreuz. Allerdings fallen Feinbier und Anfang weiterhin verletzt aus.
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