Fortuna: Marbach: Gespräche über Spieler
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 10.06.2009 - 07:48Jürgen Marbach hat an diesem Abend ein Heimspiel. Auf der Terasse des Clubheims von Neu-Zweitligist Fortuna nimmt der Geschäftsführer von Meister VfL Wolfsburg viele Glückwünsche entgegen. Erst ein Jahr bei den Niedersachsen im Amt und schon der große Coup - es gibt durchaus schlechtere Einstände. Der Düsseldorfer Marketing-Klub hat ihn eingeladen, um mit anderen Experten über die Marktmacht des Fußballs zu fachsimpeln.
In Düsseldorf ist der frühere Touristikunternehmer nach wie vor gern gesehener Gast. Schließlich hat er als Aufsichtsratsmitglied und Kurzzeit-Vorsitzender des Gremiums Fortuna solide gelenkt. Und auch nach seinem Wechsel zum Werksklub von Volkswagen sind die Kontakte zur alten Wirkungsstätte nicht abgerissen. „Ich telefoniere mit Peter Frymuth fast wöchentlich, wir tauschen uns aus, sprechen über dies und das“, sagt Marbach. „Mir liegt das Wohl der Fortuna weiter sehr am Herzen.“
Dementsprechend intensiv hat er in den vergangenen Wochen auch den Kontakt mit Trainer Norbert Meier („Hat einen wirklich guten Job gemacht“) und Manager Wolf Werner („Ein alter Hase im Geschäft“) gesucht und über ein paar vage Ideen geplaudert. Dabei geht es um eine Möglichkeit, einige Spieler, die in der ersten Mannschaft von Wolfsburg noch nicht den Durchbruch geschafft haben, bei Fortuna reifen zu lassen. „Ich habe da ein paar Namen im Kopf und werde da mal mit Armin Veh drüber reden“, bekundet Marbach. „Es muss natürlich für beide Seiten Sinn machen. Fortuna hat logischerweise Sympathiepunkte bei mir, doch am Ende darf es auch wirtschaftlich keine Nullnummer sein.“ In den kommenden Wochen, so Marbach, müsste man sich daher wohl noch einmal zusammensetzen. „Fortuna“, sagt er, „hat sich jetzt etwas Gutes aufgebaut.“
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