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Fortuna: Meier: „Kleinste Fehler bestraft“

VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 09.09.2010 - 07:39

Beim Fußball-Zweitligisten Fortuna laufe es derzeit ganz anders als in der Vorsaison, meint der Trainer: Damals habe das Pendel in engen Spielen oft zugunsten der Düsseldorfer ausgeschlagen. Am Samstag (13 Uhr) beim FSV Frankfurt soll jetzt die Trendwende her.

Trainer Norbert Meier hofft auf eine Trendwende.  Foto: rpo, Falk Janning
Trainer Norbert Meier hofft auf eine Trendwende. Foto: rpo, Falk Janning

Als Mittwochmittag Norbert Meiers Handy klingelte und er im Display die Nummer von Assani Lukimya-Mulongoti erblickte, schwante Fortunas Trainer schon Böses. Schließlich weilte der Innenverteidiger mit der Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo bei der Afrika-Cup-Qualifikation - da schwingt prinzipiell die Furcht vor Verletzungen mit. Zum Glück gab’s gute Nachrichten, wie Meier berichtet: „Lucky wollte mir nur schnell sagen, dass er heil in Düsseldorf gelandet ist.“

Schlechte Neuigkeiten hätte der Coach vor dem nächsten schweren Auswärtsspiel in der 2. Fußball-Bundesliga auch nicht gebrauchen können. Am Samstag (13 Uhr) geht es zum FSV Frankfurt, bei dem die Düsseldorfer in der Vorsaison 0:2 verloren, und noch ist nicht sicher, ob Meier seine beste Formation aufbieten kann.

Ranisav Jovanovic plagt sich mit einem „Pferdekuss“ im Oberschenkel herum, Andreas Lambertz mit einer Zerrung. „Ich gehe zwar davon aus, dass beide zum Ende Woche wieder im Training sind“, meint Meier. „Eine Garantie dafür habe ich aber nicht.“

Da freut es ihn natürlich, dass Lukimya sich ebenso gesund zurückmeldete wie Angreifer Maximilian Beister, der beim 3:2 gegen die Schweiz sogar einen Treffer für die deutsche U20-Auswahl erzielte. „Maxi hat gute Kritiken bekommen“, ergänzt sein Coach. Die beiden „Internationalen“ nutzten also die fast zweiwöchige Pause gut, die die Liga wegen des Länderspiel-Wochenendes einlegte.

Gleiches gilt für Oliver Fink, der mit viel Elan sein Comeback im Mannschaftstraining feierte. „Olli würde am liebsten sofort spielen“, sagt Meier. „Nach fünf Wochen Verletzungspause muss ich da erst mal sehen, aber grundsätzlich habe ich lieber Spieler, die Ansprüche anmelden. Ollis Zuversicht spricht für ihn.“

Ein weiterer Vorteil Finks ist, dass er die schlechten Erfahrungen der ersten drei Pflichtspiele nicht wie einen Rucksack mit sich herumschleppt. Der 28-Jährige hat ja seit dem Ende der mitreißenden Vorsaison nicht mehr um Punkte gespielt, sah die Niederlagen gegen Koblenz, Cottbus und Hertha nur als Zuschauer. Sieht man von der schwachen Pokalpartie in Koblenz ab, konnte er dabei Ähnlichkeiten feststellen: Fortuna kämpfte leidenschaftlich, nahm sich aber durch eigene Fehler - in der Deckung und beim Torabschluss - den Lohn.

„Im Moment werden wir eben für die kleinsten Fehler bestraft“, sagt Meier. „In der vergangenen Saison sind uns solche Dinge nicht oft widerfahren. Da standen auch Spiele auf der Kippe, doch am Ende ging alles glatt: Gegen Augsburg, gegen Bielefeld, gegen Cottbus.“ Eine Ausnahme bildete die Partie in Frankfurt, in der Fortuna klarste Chancen verballerte, am Ende dem FSV aber völlig unnötig 0:2 unterlag. Wer weiß? Vielleicht läuft es ja Samstag in Frankfurt wieder gegen den Saisontrend. Diesmal hätte niemand in Düsseldorf etwas dagegen.

Quelle: RP

 
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