Fortuna: Meier setzt auf Bewährtes
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 04.02.2012 - 10:13Düsseldorf (RPO). Winterzugang Timo Furuholm trat die Reise zu Fortunas Zweitligaspiel beim FC Ingolstadt (13 Uhr/Live-Ticker) gar nicht erst an. Adam Matuschyk, der zweite "Neue" wird zunächst wohl nur auf der Bank Platz nehmen.
Erst bei der Mannschaftssitzung nach dem Frühstück wollte Norbert Meier seiner Mannschaft verraten, wer in der Zweitliga-Fußballpartie beim FC Ingolstadt in Fortunas Startelf stehen wird. Zwischen den Zeilen war jedoch schon am Freitag herauszuhören, wer sich die besten Chancen ausrechnen darf. "Natürlich haben wir auch auf die Arbeit der einzelnen Spieler in der Vorbereitung geschaut", erklärte da der Chefcoach. "Man muss aber auch sehen, dass unsere Leute in der Vorrunde bewiesen haben, dass sie konstant gut spielen können. Nur weil wir dann gegen Paderborn einmal verloren haben, darf man nicht alles davon abhängig machen."
Das klingt nun wirklich nicht nach vielen Änderungen - eher nach einer Vertrauenserklärung für jene Stützen des Teams, die beim 2:3 gegen Paderborn einmal nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Torhüter Michael Ratajczak etwa, oder Oliver Fink und Maximilian Beister. Sie alle werden wohl heute beginnen, und wahrscheinlich auch Adam Bodzek, der das härteste mannschaftsinterne Duell - mit dem polnischen Nationalspieler Adam Matuschyk - zu überstehen hatte. Für Bodzek jedoch gilt in besonderem Maße, dass die Meriten einer überragenden Hinrunde bei Meier nicht so schnell in Vergessenheit geraten.
Furuholm bleibt zu Hause
Matuschyk ist ohnehin der einzige Winterzugang, der in Ingolstadt auf Einsatzminuten hoffen darf, denn der finnische Stürmer Timo Furuholm trat gestern die Flugreise Richtung Nürnberg (dort holte Fahrer Jens Minhorst die Truppe mit dem Mannschaftsbus ab) gar nicht erst an. "Timo braucht einfach noch etwas Zeit, aber wir kennen seine Qualitäten", erklärte Meier. Alternativen für den Angriff hat er schließlich auch so genug: Ken Ilsö etwa oder Ranisav Jovanovic, der sich mit einer starken Vorbereitung nachhaltig in Erinnerung brachte.
Angst vor den arktischen Temperaturen haben die Fortunen nicht, auch wenn Meier zugibt: "Vor allem für uns, die draußen stehen, ist es eine Tortur." Sportvorstand Wolf Werner ficht auch das nicht an: "Wer sich nur mit dem Gedanken auseinandersetzt, dass es kalt ist, der hat schon verloren."
Fortunas Anhänger lassen sich ebenfalls nicht von den zur Spielzeit erwarteten minus acht Grad abschrecken, denn 1500 von ihnen machten sich auf den Weg. Sie alle hoffen, dass es nicht zur Wiederholung des 0:3-Desasters aus der Vorsaison kommt. "Unser schlechtestes Spiel", sagt Meier deutlich. Für Abwehrchef spielt jene Partie "keine Rolle" mehr, aber er betont: "Wir wissen verdammt genau, wie schwer dieses Spiel wird." Nicht die schlechteste Voraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden.
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