Fortuna: Meier und Werner bleiben an Bord
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 05.01.2010 - 09:15Fortuna hat die Weichen für die Zukunft gestellt - am Montag unterzeichnete Trainer Norbert Meier einen Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2012 - ganz ohne Ausstiegsklausel. Die Verlängerung des Kontraktes von Manager Wolf Werner sei zudem nur noch eine Formsache.
Für ein echtes Jubiläum kam Peter Frymuth drei Tage zu spät. Am 1. Januar nämlich hatte Trainer Norbert Meier sein zweites Dienstjahr beim Fußball-Zweitligisten Fortuna vollendet - das wäre der absolut perfekte Termin für eine Vertragsverlängerung gewesen. Dieser kleine Schönheitsfehler konnte die entspannte, fast schon ausgelassene Atmosphäre im Hotel Barrosa Palace aber nicht weiter stören.
Der Vorstandsvorsitzende gab die vorzeitige Verlängerung von Meiers Kontrakt bis zum 30. Juni 2012 bekannt, und alle Beteiligten strahlten aus jeder Pore Zufriedenheit aus.
„Es waren zwar sehr intensive, aber auch ausgesprochen entspannte Gespräche“, sagte Frymuth. „Norbert Meier und Manager Wolf Werner haben bei Fortuna wesentliche Dinge bewirkt. Jetzt geht es darum, alles gemeinsam weiterzuentwickeln.“ Dass in diesen Worten die weitere Zusammenarbeit auch mit Werner anklingt, dessen Kontrakt am Saisonende ebenfalls ausläuft, war nicht zufällig. „Peter Frymuth hat mir die Zusage gegeben, dass es mit dem kompletten Funktionsteam weitergeht“, sagte Meier augenzwinkernd. „Er wusste zwar nichts davon, dass ich das jetzt hier erzähle, aber dieser Punkt war ganz entscheidend für mich.“
In der Tat ist die Verlängerung mit dem Manager nur noch Formsache. Mit 67 Jahren, in einem Alter also, in dem die meisten Menschen längst im Ruhestand weilen, geht der frühere Mönchengladbacher Trainer eine erneute Herausforderung an. Zu seiner Unterschrift sei es nur noch nicht gekommen, weil sich Werner in den vergangenen Tagen mehr um auslaufende Spielerverträge als um sich selbst gekümmert habe, erklärte Frymuth.
Ob es noch während des Trainingslagers in Andalusien zu neuen Kontrakten mit Spielern kommen werde, ließ Werner offen. „Das ist ein bisschen problematisch hier, weil wir die Verträge ja in Düsseldorf ausfertigen müssen“, berichtete der Manager. „Aber es kann gut sein, dass wir die Einigung mit manchem Profi noch hier verkünden werden.“ Dieses spezielle Problem löste Frymuth beim Cheftrainer dadurch, dass er die Vertragspapiere gleich persönlich mitbrachte. „Und ehe es sich irgendjemand noch anders überlegt, unterschreiben wir sie auch gleich hier und jetzt“, betonte der Vorstandsvorsitzende und zückte passend dazu seinen Kugelschreiber.
Zur finanziellen Seite des neuen Meier-Vertrages wollten sich beide Seiten nicht äußern. „Aber ich bin zufrieden“, sagte der Coach lächelnd, und Frymuth ergänzte: „Ich hatte zwischenzeitlich sogar den Eindruck, er ist glücklich.“ Das äußerte sich auch darin, dass der Coach auf eine Ausstiegsklausel „ganz bewusst“ verzichtete. Auch wenn er das Wort „Aufstieg“ nicht in den Mund nahm: Seinen Traum von einer Rückkehr in die Erste Liga möchte Norbert Meier am liebsten mit Fortuna verwirklichen.
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