Fortuna: Melkas verdientes Glück
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 11.12.2010 - 15:40Fortuna hatte beim 0:0 bei Alemannia Aachen zweifelsfrei Glück. Das Ergebnis ist aber auch Ausdruck dafür, dass die Mannschaft gefestigter ist als noch zu Saisonbeginn. Schon zum dritten Mal in Folge spielte sie zu Null, ist seit 296 Minuten ist sie ohne Gegentor. Das ist ein Verdienst der Verteidigung, die fast jeden Zweikampf gewinnt - und auch von Torwart Michael Melka.
Trainer Norbert Meier hatte Melka am fünften Spieltag zu seiner neuen Nummer eins gemacht und Michael Ratajczak nach vier Niederlagen in Folge auf die Bank verbannt. Es ging Meier nicht darum, Ratajcak zu bestrafen. Es war eher ein Griff in die Psycho-Trickkiste. Die Entscheidung wurde kritisiert, denn Melka machte in Folge eine unglückliche Figur und kassierte vermeidbare Gegentore.
Doch der 32-Jährige hat sich in den vergangenen Wochen mit der gesamten Hintermannschaft gesteigert und war auch am Tivoli ein souveräner Rückhalt. Er entschärfte drei gefährliche Schüsse der Aachener. Und auch in der Strafraumbeherrschung zeigt er keine Unsicherheiten, pflückte die Flanken problemlos runter.
Nur einmal patzte "der Lange": In der 56. Minute ließ er eine leichte Flanke fallen. Der Ball fiel Benjamin Auer vor die Füße. Mit beiden Armen umklammerte Melka den Alemannia-Stürmer durchaus liebevoll, doch der fiel etwas zu theatralisch zu Boden. Kein Elfmeter, Schiedsrichter Dingert ließ trotz aufgebrachter Spieler und Fans weiterspielen.
Glück für Melka, denn die Fernsehbilder zeigten, dass der Unparteiische mit seiner Entscheidung vermutlich daneben lag. "Während der ersten sechs Spiele hätten wir nach einer solchen Leistung verloren", sagte Trainer Norbert Meier. Seine Schützlinge haben mit gestiegenem Selbstbewusstsein nun nicht nur größere Souveränität sondern auch das nötige Quäntchen Glück, das an den ersten Spieltagen fehlte.
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