Fortuna: Mit Spaß ins Derby
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 28.09.2009 - 12:51Am Montag um 20.15 Uhr erwartet der Aufsteiger in der 2. Fußball-Bundesliga Alemannia Aachen. Von der Besetzung her sind die Gäste Favorit, aber für die Düsseldorfer sprechen die Statistik und das Selbstvertrauen.
Fortuna ist das zweitbeste Team der 2. Fußball-Bundesliga. Eine interessante Momentaufnahme - auch wenn es sich nicht um ihre Position in der „richtigen” Tabelle handelt. Das Team von Trainer Norbert Meier hat sich in zwei Spezial-Wertungen auf den zweiten Rang geschoben: bei der Zahl der Zweikämpfe um den Ball (661) und auch bei der Quote der dabei gewonnenen Duelle (53,6 Prozent).
Der Biss war also da in den ersten sechs Saisonspielen, und er muss auch am Montagabend da sein, wenn Fortuna in der Esprit-Arena auf Alemannia Aachen trifft (20.15 Uhr). Die Aachener sind dafür bekannt, mit offenem Visier nach vorn zu marschieren - wenn der Aufsteiger da nicht voll dagegen hält, ist die Gefahr der ersten Heimniederlage seit dem 19. April groß. Damals gewann Union Berlin, noch in der Dritten Liga, in Düsseldorf 1:0.
Norbert Meier fordert von seinem Team für Montagabend aber noch mehr als Kampf und Einsatz. „Eine gute Organisation und eine gute Ordnung auf dem Platz werden ganz wichtig sein”, sagt der Coach. „Wir haben Alemannia mehrfach beobachtet. Das ist wieder mal ein Gegner mit einer ganz anderen Zielsetzung, als wir sie haben. Beim Sieg gegen 1860 München war Aachen sehr aggressiv, und nun kommen auch noch einige verletzte Spieler zurück.”
Die Ausgangslage ist folglich ähnlich wie vor dem Heimspiel gegen Augsburg: Natürlich ist ein Sieg für den Aufsteiger nicht ausgeschlossen, aber einfordern kann ihn angesichts der Besetzung des Aachener Kaders selbst der enthusiastischste Fan nicht. Daran ändert auch eine weitere Statistik nicht wirklich etwas: Aufstiegskandidat Alemannia wartet seit fünf Spielen auf einen Auswärtssieg.
Am Sonntag rief Meier seine Schützlinge zum Abendtraining, um den späten Spieltermin halbwegs zu simulieren. Im Gegensatz zum Abend vor der ersten Montag-Partie der Saison beim MSV Duisburg starteten die Düsseldorfer ihr Programm allerdings nicht erst zur Anstoßzeit, sondern um 17.30 Uhr. „Wenn wir erst nach 20 Uhr trainieren, verträgt mein Magen hinterher das warme Essen nicht mehr”, scherzt Meier. „Aber ernsthaft: Es geht mir dabei tatsächlich um eine sportlergerechte Ernährung, aber um die der Spieler.” Dass Fortuna in Duisburg 0:3 verlor, mag auch noch eine Rolle gespielt haben.
Seit jener (zu hoch ausgefallenen) Niederlage hat sich das Selbstvertrauen in Düsseldorf weiter gesteigert. „Das 4:1 in Ahlen, die drei Stürmertore, das gute Spiel Martin Harniks bei seinem Einstand von Beginn an - das alles war wichtig für uns”, sagt Norbert Meier. „Jetzt wollen wir weiter Spaß haben und unseren Fans Spaß bereiten.”
Beim Abschlusstraining verletzte sich Marcel Gaus. Die Bilder finden Sie hier!
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