Fortuna: Nach der Hallenserie in die Türkei
VON BERND JOLITZ UND MALTE BREDESEN - zuletzt aktualisiert: 11.01.2009 - 23:59Heute um 9.35 Uhr steigen Fortunas Fußballer in die Boeing 737 der Pegasus Airlines. Ziel ist zunächst Antalya, bevor es von dort mit dem Bus weiter Richtung Belek an der türkischen Riviera geht.
Auf diese zweite Etappe des einwöchigen Trainingslagers freut sich Trainer Norbert Meier schon jetzt. „Ich hoffe, dass mit Pegasus alles klappt”, sagte der Coach auf dem Neujahrsempfang des Klubs augenzwinkernd. „Diese Linie kenne ich noch nicht. Ich werde lieber vorher ein Beruhigungsmittel nehmen.”
Derlei Präparate waren für den Empfang im Tulip-Inn-Hotel nicht nötig. Trotz der angespannten Finanzlage demonstrierten die Verantwortlichen Zuversicht, und Aufsichtsrat Dirk Kall erntete viel Beifall für seinen Satz: „Die Marke Fortuna ist keineswegs drittklassig.”
Tags zuvor hatte Fortuna beim Hallenturnier in Hamburg den zweiten Platz geholt. Das Halbfinale war dabei einem Endspiel ebenbürtig. Der Drittligist besiegte darin vor 3200 begeisterten Zuschauern in der Alsterdorfer Sporthalle den FC St.\x0fPauli 4:2. „Diese Partie war das Highlight”, sagte Meier, „unsere Jungs waren heiß darauf.”
Das galt vor allem für Offensivkraft Ahmet Cebe, der nach einem hitzigen Gefecht mit Timo Schultz seine dritte Zwei-Minuten-Strafe beim „Schweinske-Cup” kassierte. Hinterher zeigte er ein wenig Reue: „Ich muss überlegter in die Zweikämpfe gehen.” Immerhin trugen Cebes drei Treffer maßgeblich dazu bei, dass die Rot-Weißen hinter dem verdienten Turniersieger Greuther Fürth den guten zweiten Platz belegten. Am vergangenen Montag noch beim Auftritt in Köln hatten sie schon nach der Vorrunde die Heimreise angetreten.
„Fürth war in Hamburg eine Klasse für sich”, resümierte Coach Meier. Sein Team hatte bereits in den Gruppenspielen mit 0:3 gegen die Franken verloren, im Finale hieß es gar 1:7. Als überragender Mann bei den ungeschlagenen Fürthern erwies sich Sami Allagui, gebürtiger Düsseldorfer, der in Büderich das Fußballspielen lernte.
Mit fünf Treffern erzielte er neben dem St. Paulianer Florian Bruns die meisten Tore, ließ sich zudem zum besten Spieler des Turniers küren.
Fortuna fuhr dennoch „zufrieden nach Hause” (Meier), freute sich über die Antrittsgage, die im hohen vierstelligen Bereich liegen soll, sowie die 2500-Euro-Prämie für den zweiten Platz.
STATISTIK ZUM TURNIER
ALLE SPIELE DES TURNIERS:
Gruppe A: Fortuna - Tallinn 4:0, Fürth - Curslack 3:2, Curslack - Fortuna 1:3, Tallinn - Fürth 3:6, Fortuna - Fürth 0:3, Tallinn - Curslack 3:5. Tabelle: 1. Fürth 9 Punkte (12:5 Tore), 2. Fortuna 6 (7:4), 3. Curslack 3 (8:9), 4. Tallinn 0 (6:15).
Gruppe B: Emden - Altach 4:5, St. Pauli - Altona 4:1, Altona - Emden 7:5, Altach - St. Pauli 4:10, Emden - St. Pauli 3:5, Altach - Altona 3:3. Tabelle: 1. FC St. Pauli 9 (19:4), 2. Altona 4 (11:12), 3. Altach 4 (12:17), 4. Emden 0 (12:17).
1. Halbfinale: Fürth - Altona 4:2 (1:1) nach Neun-Meter-Schießen
2. Halbfinale: FC St. Pauli - Fortuna 2:4
Neun-Meter-Schießen um Platz 3: Altona - St. Pauli 4:3
Finale: Fürth - Fortuna 7:1
Fortunas Spiele am Samstag
3. Vorrundenspiel: Fortuna - Greuther Fürth 0:3
Fortuna: 1 Michael Ratajczak, 12 Maximilian Schulze-Niehues - 3 Claus Costa, 4 Robert Palikuca, 7 Marco Christ, 11 Sebastian Heidinger, 15 Ahmet Cebe, 17 Andreas Lambertz, 24 Fabian Hergesell, 28 Marcel Gaus, 29 Kai Schwertfeger, 40 Johannes Walbaum.
Greuther Fürth: 1 Stephan Loboue - 3 Asen Karaslov, 5 Jan Mauersberger, 7 Bernd Nehrig, 10 Thorsten Burkhardt, 11 Stefan Reisinger, 13 Charles Takyi, 18 Leonhard Haas 19 aleksander Kotuljac, 27 Sascha Kirschstein, 30 Christian Rahn, 32 Allagui, 36 Sercan Sararer.
Schiedsrichter: Anklam
Tore: 0:1 (10.) Allagui, 0:2 (13.) Allagui, 0:3 (15.)
1. Halbfinale: Fortuna - FC St. Pauli 4:2
St. Pauli: 31 Benedikt Pliquett - 3 Marc Gouiffe a Goufan, 7 Rouwen Hennings, 8 Florian Bruns, 12 Timo Schultz, 18 Alexander Ludwig, 21 Danny Schramm, 23 David Hoilett, 24 Carsten Rothenbach, 26 Morike Sako, 27 Jan-Philipp Kalla, 30 Dennis Daube.
Schiedsrichter: Gagelmann
Tore: 1:0 (1.) Cebe, 2:0 (12.) Costa, 3:0 (15.) Hergesell, 4:0 (16.) Christ, 4:1 (18.) Kalla, 4:2 (19.) Hoilett
Finale: Fortuna - Fürth 1:7 (1:3)
Schiedsrichter: Steinhaus
Tore: 0:1 (2.) Rahn, 1:1 (3.) Walbaum, 1:2 (7.) Mauersberger, 1:3 (9.) Algui, 1:4 (17.) Allagui, 1:5 (19.) Mauersberger, 1:6 (19.) Sararer, 1:7 (20.) Alagui.
Fortunas Spiele vom Freitag:
1. Vorrundenspiel: Fortuna - FC Flora Tallinn 4:0
Fortuna: 1 Michael Ratajczak, 12 Maximilian Schulze-Niehues - 3 Claus Costa, 4 Robert Palikuca, 7 Marco Christ, 11 Sebastian Heidinger, 15 Ahmet Cebe, 17 Andreas Lambertz, 24 Fabian Hergesell, 28 Marcel Gaus, 29 Kai Schwertfeger, 40 Johannes Walbaum.
FC Flora Tallin: 1 Mikhel Aksalu, 12 Stanisalv Pedok - 2 Gert Kams, 3 Jürgen Kuresoo, 4 Alo Dupikov, 5 Siksten Kasimir, 6 Martin Vunk, 7 Sergei Mashnikov, 9 Henri Anier, 10 Ken Kallaste, 14 Albert Taar, 15 Tonis Vanna, 16 Henri Rüütli, 17 Oliver Konsa, 18 Joonas Tamm.
Schiedsrichter: Bibi Steinhaus
Tore: 1:0 (1.) Christ, 2:0 (10. Eigentor) Mashnikov, 3:0 (19.) Cebe, 4:0 (23.) Hergesell.
2. Vorrundenspiel (ab 21.05): Fortuna - Curslack-Neuengamme
Fortuna: 1 Michael Ratajczak, 12 Maximilian Schulze-Niehues - 3 Claus Costa, 4 Robert Palikuca, 7 Marco Christ, 11 Sebastian Heidinger, 15 Ahmet Cebe, 17 Andreas Lambertz, 24 Fabian Hergesell, 28 Marcel Gaus, 29 Kai Schwertfeger, 40 Johannes Walbaum.
Curslack-Neuengamme: 1 Torsten Schönsee - 2 Matthias Figge, 3 Marco Blattermann, 4 Christopher Kock, 5 Marcel Schmidt, 6 Homan Kastoo, 7 Benedikt Kummerfeldt, 8 Julian Sander, 9 Christian Spill, 10 Marco theetz, Nils Pichinot, 12 Sabor Khalili.
Schiedsrichter: Matthias Anklam
Tore: 1:0 (6.) Gaus, 2:0 (15.) Cebe, 2:1 (18.) Marcel Schmidt, 3:1 (19.) Heidinger.
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