Fortuna: OB Elbers: Stehplätze für Fortuna
VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 05.11.2009 - 23:26Viele Monate haben sich die Fans der Fortuna mit spektakulären Aktionen und Choreografien im Stadion für Stehplätze in der Düsseldorfer Arena eingesetzt, am Donnerstagabend erhielten sie die erhoffte Nachricht aus dem Büro von Oberbürgermeister Dirk Elbers: Die von der Stadt in Auftrag gegeben Studie zu Stehplätzen ist zu einem positiven Ergebnis gekommen.
Der Umbau ist technisch möglich. Die von der Deutschen Fußball Liga geforderten Sicherheitsstandards und Brandschutzmaßen wären ebenso gewährleistet wie die Tragfähigkeit der Tribünen. Die Kosten für den Umbau liegen laut Studie bei 2,5 Millionen Euro.
„Stehplätze im Stadion gehören einfach zu unserer Fußballkultur. Ich bin froh, dass der Umbau machbar ist”, sagte Oberbürgermeister Elbers. „Jetzt gilt es, die nächste Sommerpause zu nutzen und die berechtigen Wünsche der Fans und der Fortuna Wirklichkeit werden zu lassen.”
Viel Detailarbeit der Fans Mit großer Begeisterung hörten die Vertreter der Stehplatz-Initiative „Stonn op!” von der Meldung aus dem Rathaus. „Das ist ein 100-prozentiger Durchbruch”, sagte Karem Chelagou von der Initiative. „Das bestätigt im Inhalt und in den Eckdaten, was wir immer gesagt haben, und zeigt, dass die anderen Zahlen, die kolportiert wurden, nicht stimmten.”
In der Diskussion um die Stehplätze war bisweilen von Kosten um zehn Millionen Euro die Rede. Chelagou und seine Mitstreiter haben einen in der deutschen Fanszene einmaligen Erfolg errungen. Sie hatten sich akribisch in die vielen Fragen rund um Stehplätze und moderne Fußballstadien eingearbeitet, viele wichtige Erkenntnisse in die Diskussion gebracht und damit die Entscheidungsträger für ihr Anliegen gewonnen.
Laut „Stonn op!” stehen den Ausgaben für den Umbau drohende finanzielle Ausfälle für Fortuna in Höhe von einer Million Euro pro Saison und gravierende Sicherheitsprobleme in der Düsseldorfer Arena gegenüber, die den Fußballverein bei einem Aufstieg in die Erste Liga besonders schmerzen würden. Die deshalb ohnehin fällige Korrektur dieser Mängel wäre im Zuge des Stehplatz-Umbaus leichter und kostengünstiger umzusetzen.
Damit aus den Wünschen der Anhänger nun Wirklichkeit wird, hoffen die Vertreter von „Stonn op!” auf schnelles Handeln der Politik. „Ich hoffe, dass die Zeit nun nicht zu kurz ist, die Beschlüsse noch in diesem Jahr zu fassen und die Investition in den Haushalt 2010 mitaufzunehmen, denn nächstes Jahr bietet sich eine seltene Gelegenheit für den Umbau”, sagt Chelagou.
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