Fortuna: Oehrl beeindruckt bei seinem Debüt
VON GERNOT SPECK - zuletzt aktualisiert: 19.01.2010 - 07:45Vier Torschüsse, 81 Prozent aller Zweikämpfe gewonnen: Auch die Statistik stellt Fortunas Zugang Torsten Oehrl ein ganz gutes Zeugnis fürs Debüt aus.
Beim 1:1 in der Zweitliga-Partie beim SC Paderborn 07 gab Trainer Norbert Meier dem 24-jährigen Fußballer gleich von Beginn an eine Chance. Der siebenfache Torschütze Ranisav Jovanovic hockte in Winterstiefeln derweil 90 Minuten lang auf der Tribüne. „Sportklamotten hatte ich zur Sicherheit dabei.“ Doch seine Sperre hatte das DFB-Sportgericht nur Stunden zuvor um lediglich eine Partie auf drei Spiele reduziert.
So schlug Oehrls große Stunde: „Ich hatte zwar erst zweimal mit der Mannschaft trainiert. Aber klar hatte ich mir gewünscht, in Paderborn von Anfang an dabei zu sein.“ Mit der Rückennummer 16 stürmte er an der Seite des Torschützen Martin Harnik. Beide sind vom Bundesligisten Werder Bremen bis 30. Juni ausgeliehen, beide möchten in Düsseldorf Spielpraxis sammeln, beide harmonierten bereits recht gut: „Wir kennen uns schon länger.“
Trikotnummer: 16
Einsatzminuten: 84
Gewonnene Zweikämpfe: 81%
Ballkontakte: 38
Torschüsse: 4
An der Weser allerdings hatte Oehrl zumeist im Angriff, Harnik dagegen zuletzt in der Defensive agiert. Mit inzwischen neun Saisontreffern schaffte es der Deutsch-Österreicher nach dem Wechsel sogar wieder ins Notizbuch des Austria-Nationaltrainers Dietmar Constantini. Harniks Erfolgsgeschichte in Düsseldorf dürfte Oehrls Vereinswahl wesentlich beeinflusst haben.
„Ich will hier erfolgreich Fußball spielen“, sagt der 1,91 Meter große Hüne. In der vergangenen Saison gelangen ihm in der Dritten Liga für Werders Zweitvertretung 17 Treffer. Zum Vergleich: Fortunas bester Torschütze, Marco Christ, kam auf elf.
Das wichtigste erzielte der Düsseldorfer Regisseur im Aufstiegsspiel gegen Oehrl und Bremen II. Nun ist er dessen Mannschaftskollege: „Oehrl stand in Paderborn wie eine Wand, er hat es rund 80 Minuten gut gemacht. Mit ihm haben wir einen guten Griff getan.“
Der Neue bedankte sich sofort artig: „Jeder spielt gern für Fortuna. Das macht einen Riesenspaß. Ich freue mich schon aufs Heimspiel.“ Das steigt am Freitag (18 Uhr, Esprit-Arena). Dann wartet Mit-Aufsteiger Union Berlin auf die Rheinländer. Dort kickt inzwischen Angreifer Kenan Sahin, der in Düsseldorf überhaupt nicht glücklich wurde.
Ganz anders als Ranisav Jovanovic, der F95-Trainer Norbert Meier ab sofort wieder zur Verfügung steht. Der Coach hat nun in Torsten Oerhl nach den Verletzungsausfällen Axel Lawarées, Deniz Kadahs und Dmitri Bulykins eine hochkarätige Alternative in der Hinterhand.
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