Fortuna: Oehrl: "Davon habe ich geträumt"
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 20.02.2010 - 11:17Torsten Oehrl war Mann des Tages beim Düsseldorfer 4:0-Sieg über Rot Weiss Ahlen. Der Franke bekam trotz seiner mäßigen Partie in Augsburg erneut eine Chance. Der 24-Jährige rechtfertigte das Vertrauen des Trainers mit einem blitzsauberen Schuss zum 2:0, einem Traumpass zum dritten Treffer und der Vorarbeit zum 4:0. Mehr kann man von einem Stürmer nicht verlangen.
Fortunas jüngste Neuerwerbung strahlte nach dem Schlusspfiff über das ganze Gesicht. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Dass das heute passiert, davon habe ich geträumt", sagte er. Es war ein perfekter Tag für den früheren Bremer, dessen Eltern aus Bamberg angereist waren und das Speil von der Tribüne aus beobachteten.
Oehrl hatte gar nicht davon ausgehen können, dass er zum ersten Mal vor heimischer Kulisse von Beginn an ran durfte. Denn er hatte als Vertreter des verletzten Ranisav Jovanovic in der Vorwoche alles andere als geglänzt. "Ich war mir überhaupt nicht sicher, spielen zu dürfen", sagte er. "Ich hatte es aber gehofft."
In den ersten Minuten wirkte der Schlaks noch nervös, einige Bälle versprangen ihm, die Laufwege stimmten nicht, er wirkte so hölzern wie in der Vorwoche. Nach dem Führungstreffer von Bamba Anderson zum 1:0 (31.) streifte er seine Nervösität ab und steigerte sich – wie die ganze Mannschaft.
Als ihm sechs Minuten später nach einem 30-Meter-Pass von Christian Weber selbst das 2:0 gelang, gab es kein Halten mehr. Trainer Norbert Meier sagte hinterher: "Das Tor war für ihn wie eine Befreiung." Tatsächlich wirkte der Treffer berauschend auf den Ex-Bremer. Oehrl gelang nun alles, er verteilte die Bälle, gewann fast alle Zweikämpfe.
Seine nächste Meisterleistung: Er spielte Martin Harnik mit einem genialen Steilpass frei, sein Sturmpartner tauchte so in der 44. Minute mutterseelenallein vor dem Ahlener Tor auf und schob den Ball an Sascha Kirschstein vorbei zum 3:0 ins Tor. Auch das 4:0 durch Sebastian Heidinger bereitete Oehrl über links klasse vor.
Nach dem Sieg gab Trainer Meier seinen Schützlingen zwei Tage trainingsfrei. Da durfte Oehrl dann auch öffentlich ankündigen: "Auf jeden Fall gibt es heute Abend das erste Alt."
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