Fortuna: Oehrls Fingerzeig an Meier
VON GERNOT SPECK - zuletzt aktualisiert: 23.02.2010 - 07:34Fortuna-Stürmer Torsten Oehrl hat seinem Trainer beim 4:0-Sieg gegen Ahlen nachhaltig gezeigt, dass auf ihn Verlass ist - an drei Toren war der 24-Jährige beteiligt. So soll es Montag gegen Aachen weitergehen.
Das schönste Lob kam vom Kollegen: „Oehrli hat ein überragendes Spiel gezeigt“, lobte Fortunas Zweitliga-Fußballer Martin Harnik seinen Angriffspartner Torsten Oehrl. Der Ex-Bremer bereitete beim 4:0-Sieg gegen Ahlen zwei Treffer vor, das 2:0 erzielte er nach genialem Pass von Christian Weber selbst: Oehrls erstes Tor im F95-Trikot. „Ich sah, dass ich viel Freiraum hatte, bin rein gestartet, sah den Ball kommen, da dachte ich, ja, dann schieße ich ihn mal rein.“ So einfach kann Fußball sein.
Seit Mitte Januar erst verstärkt der 24-Jährige die Düsseldorfer und hat sich schnell in die Mannschaft integriert. Sturmpartner Harnik kennt er noch aus gemeinsamen Zeiten an der Weser. Der sagte nach dem Ahlen-Erfolg: „Unser Zusammenspiel klappt sehr gut.“ Allerdings profitierte Fortunas letzter Zugang wohl von der Verletzung Ranisav Jovanovics, der wie eine Woche zuvor in Augsburg aufgrund eines Muskelfaserrisses fehlte. „Der Trainer stellt auf, aber natürlich hatte ich gehofft, dass ich noch einmal eine Chance erhalte.“ Beim 0:2 in der Fuggerstadt hatte Oehrl sich nicht entscheidend in Szene setzen können, bekam - wie seine Mitspieler - vom Aufstiegsfavoriten die Grenzen aufgezeigt.
Manager Wolf Werner hält daher den Ball flach: „Man hat gesehen, dass es bei uns nicht so einfach ist, in die Mannschaft zu kommen. Torsten muss sich auf das höhere Tempo in der zweiten Liga einstellen, hält manchmal zu lange den Ball. In Augsburg hatte Oehrl Probleme, gegen Ahlen anfangs auch.“
Doch nach 30 Minuten, mit Andersons befreiendem 1:0-Kopfballtor, schüttelte auch Fortunas Nummer 16 jeden Ballast ab: „Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.“ Dann erzielte er das 2:0, bereitete kurzerhand Harniks 3:0 vor, hoffte danach, „dass Martin sich für die Vorlage mal revanchiert“, und legte auch noch gleich dem eingewechselten Sebastian Heidinger das 4:0 auf den Fuß.
Ein nahezu perfekter Abend für Oehrl, der zurzeit aus seinem Zimmer im Arena-Hotel auszieht: „Meine Eltern waren zum Spiel extra aus Oberfranken angereist. Vielleicht sollten sie ja nächstes Mal in Aachen wieder dabei sein.“ Das wäre dann am kommenden Montag (20.15Uhr).
Da Jovanovic auch auf dem zu Saisonbeginn eröffneten Neu-Tivoli noch ausfallen dürfte, steht einem erneuten Einsatz des Torschützen vom Freitag eigentlich nichts im Weg. Zumal er gleich nebenan, auf dem „alten Tivoli“, mit gerade einmal 19 Jahren den ersten Zweitliga-Auswärtssieg seiner Karriere feierte. 2005 bezwang er, wenn auch erst kurz vor Schluss eingewechselt, an der Seite von Christian Weber mit der SpVgg Greuther Fürth die Alemannia mit 1:0. Am kommenden Montag möchte Torsten Oehrl aber länger ran - und erneut jubeln.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




