Fortuna: Patrick Zoundi sitzt den Etablierten im Nacken
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 26.11.2009 - 07:38Manchmal werden aus der Not heraus die besten Ideen geboren. Beim Fußball-Zweitligisten Fortuna zum Beispiel. Als sich während der Vorbereitung Abwehrchef Jens Langeneke verletzte, warf Trainer Norbert Meier den Brasilianer Anderson auf der wichtigen Innenverteidiger-Position ins kalte Wasser, obwohl der in der Saison zuvor beim VfL Osnabrück kaum eine Chance bekommen hatte.
Anderson schlug voll ein, wird sicher auch wieder eine feste Größe bei Fortuna werden, wenn er seine aktuelle Muskelverletzung überwunden hat.
Jetzt schickt sich Patrick Zoundi an, zur nächsten Überraschungs-Nummer Norbert Meiers zu werden. In St. Pauli kam der Nationalspieler Burkina Fasos spät in die Partie, brachte noch einmal richtig Feuer. Und am vergangenen Freitag gegen Cottbus schickte Meier den 27-Jährigen beim Stande von 0:1 auf den Platz, als Regisseur Marco Christ nach einer Stunde etwas die Puste ausging.
Und diesmal machte Zoundi richtig Druck, bereitete mit einem wuchtigen Kopfball Martin Harniks Ausgleich vor und wirbelte die Deckung der Brandenburger auch ansonsten durcheinander. Mit seiner starken halben Stunde hat sich Patrick Zoundi, der schon als Fehleinkauf gehandelt worden war, ins Gespräch für einen längeren Einsatz gebracht.
Den Stamm-Mittelfeldspielern Christ, Andreas Lambertz und Oliver Fink sitzt der 65-Kilo-Mann nun mächtig im Nacken.
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