Fortuna: Paul Jäger: „Diskussion scheinheilig“
zuletzt aktualisiert: 05.03.2011 - 09:20Es ist schon erstaunlich, was ein Böllerwurf in einem Fußballstadion so alles hervorruft. Zum einen natürlich Bestrebungen, den Kriminellen zu erwischen, der bei Fortunas Zweitligaspiel gegen den VfL Osnabrück zwei Kameraleute verletzt hat. Aber er ruft tatsächlich auch Kommunalpolitiker auf den Plan.
Die fordern in ergreifender Schlichtheit öffentlich, dass nun die Sicherheitsvorkehrungen in der Arena erhöht werden müssten. Der nächste Wahlkampf ist ja nicht weit - da machen sich plakative Forderungen immer gut.
Fortunas Finanzchef Paul Jäger jedenfalls ist angesichts solcher Forderungen auf dem Baum. „Diese Diskussion finde ich total scheinheilig und populistisch“, sagt er. „Jeder, der aus der Praxis kommt, weiß, dass man jederzeit und überall einen Böller in ein Stadion oder in eine andere öffentliche Einrichtung einschmuggeln kann. Die Arena und die Fortuna werden natürlich immer daran arbeiten, die Sicherheit weiter zu verbessern. Eine hundertprozentige Sicherheit aber kann es nie geben.“
Tatsächlich seien die Bestandteile eines solchen Feuerwerkskörpers, die dann meist erst im Stadion zusammengesetzt werden, so klein, dass sie bei keiner Einlasskontrolle entdeckt werden könnten. Das weckt zwar nicht gerade Optimismus - aber ein wenig Realimus kann der Diskussion nicht schaden.
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