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Fortuna: Pflichtsieg gegen harmlose "Wölfe"

VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 10.05.2008 - 15:43

Fortuna bleibt den Spitzen-Teams in der Regionalliga dicht auf den Fersen: Die Düsseldorfer landeten durch einen leichten 3:0 (3:0)-Erfolg gegen den Tabellen-Letzten VfL Wolfsburg II den dritten Sieg innerhalb von acht Tagen und dürfen weiter vom Aufstieg in die Zweite Liga träumen.

Mann des Tages war Stürmer Axel Lawarée, der an allen drei Treffern beteiligt war: Das 2:0 und 3:0 machte der Belgier selbst, den ersten Treffer nach nur 48 Sekunden bereitete er mit einer mustergültigen Flanke auf den Torschützen Marco Christ vor.

Trainer Norbert Meiers bewies mit seiner Aufstellung ein glückliches Händchen: Denn er hatte die in Emden siegreiche Elf auf nur einer Position geändern und Lawarée für den nach seiner fünften gelben Karte gesperrten Fabian Hergesell gebracht. Ahmet Cebe, der in Emden Sturmpartner von Bekim Kastrati gewesen war, spielte diesmal rechter Verteidiger, Oliver Hampel rückte dafür auf den Hergesell-Posten nach links.

Fortuna hat drei Partien vor Saisonende bei nun zehn Zählern Vorsprung auf die Abstiegsplätze endgültig die Qualifikation für die neue Dritte Liga geschafft. Das interessierte am viertletzten Spieltag aber eigentlich niemanden mehr: Vor zwei Wochen hatten die Düsseldorfer zwar noch große Angst vor dem drohenden Absturz in die Viertklassigkeit gehabt, doch spätestens seit jenem glücklichen Sieg bei den Kickers in der Vorwoche geht der Blick nur noch steil nach oben.

Das Selbstbewusstsein ist in Düsseldorf seit dem 2:1 in Ostfriesland jedenfalls in schwindelerregende Höhen geklettert. Entsprechend rasant und dominant gingen die Gastgeber gegen die verängstigten Gäste zu Werke: Bereits nach 48 Sekunden brachte Marco Christ die Gastgeber mit breiter Brust in Führung. Ahmed Cebe hatte Axel Lawarée geschickt, dessen Flanke fast von der Torauslinie Christ mit einer Direktabnahme aus zwölf Metern zur wichtigen Führung verwertete.

Nach einer guten Viertelstunde beendete Lawarée seine siebenwöchige Ladehemmung vor den gegnerischen Toren durch seinen Treffer zum 2:0. Der Stürmer lupfte den Ball aus zehn Metern über den auf ihn zustürzenden Wolfsburger Keeper Jonas Deumeland in den Kasten. Die Vorarbeit war von Ahmet Cebe gekommen, der über den halben Platz gestürmt war und Lawarée den Ball kurz vorm gegnerischen Strafraum aufgelegt hatte.

 Zu diesem Zeitpunkt agierten die Gastgeber mit solch einer Wucht und Aggressivität, das einem um die kleinen Wölfe Angst und Bange werden konnte. Sicher hätten die Rot-Weißen einen Kantersieg gelandet, wenn sie sich in Folge nicht immer wieder eine Auszeit genommen hätten.

Lawarée entschied die Partie dann mit seinem zweiten Treffer kurz vor der Pause: Der Torjäger aus Belgien nahm einen weiten Pass von Marco Christ an der Strafraumkante mit der Brust an, drehte sich um seine eigene Achse und trat das Leder volley mit links in das Wolfsburger Gehäuse zum 3:0.

Zwischen dem zweiten und dritten Düsseldorfer Treffer lag die beste Wolfsburger Einschussmöglichkeit, aber Jens Wemmers Schuss aus 14 Metern klatschte nur an den linken Pfosten des Düsseldorfer Tores.

Die Heimelf war klar überlegen und erarbeitete sich eine ganze Reihe bester Möglichkeiten. Nach einer halben Stunde schalteten die Flingerer aber einen Gang zurück und verpassten eine weitaus klarere Führung.

In der zweiten Halbzeit wurde es auf dem Platz noch ruhiger: Die Besucher sahen einen müden Langeweiler. Fast hatte es den Anschein eines Trainingsspieles, weil es fast keine Zweikämpfe mehr gab.

Bester und kampfstärkster Akteur war Andreas Lambertz, der sich an dem Sommerfußball nicht beteiligen wollte. "Lumpi" hatte dann auch Düsseldorfs größte Chancen nach dem Wechsel, scheiterte aber mit einem Kopfball ebenso wie mit einem zu schwachen Schuss aus 14 Metern am VfL-Keeper. Der eingewechselte Sebastian Heidinger machte noch zweimal auf sich aufmerksam, hatte bei einem Freistoß und einem vom Keeper abgefälschtzen Schuss an die Latte kein Glück.

Bilder und Videos in Kürze.


STATISTIK ZUM SPIEL

Düsseldorf: Michael Ratajczak - 15 Ahmet Cebe, 4 Robert Palikuca (67. Schwertfeger), 6 Jens Langeneke, 14 Oliver Hampel, 3 Claus Costa, 7 Marco Christ 17 Andreas Lambertz, 20 Bekim Kastrati (65. Erwig), 25 Axel Lawarée, 30 Olivier Caillas (80. Heidinger). Auf der Bank: 1 Michael Melka, 27 Kai Schwertfeger, 31 Olivier de Cock, 10 Markus Anfang, 23 Marek Klimczok, 9 Christian Erwig, 11 Sebastian Heidinger. Trainer: Norbert Meier.

Wolfsburg II: 1 Jens Deumeland - 2 Sergej Karimow, 5 Daniel Reiche, 19 Marvin Karow (58. J. Meier), 22 Rico Schlimpert, 8 Philip Kreuels (72. Jörn Wemmer), 16 Juri Neumann (62. Yilmaz), 17 Julian Klamt , 20 Jens Wemmer , 11 Valdet Rama , 13 Thomas Brechler. Auf der Bank: 24 Christian Meyer, 7 Sefa Yilmaz, 14 Jörn Andreas Wemmer, 15 Sergej Evljuskin, 23 Jan-Christian Meier, 21 Nick Proschwitz. Trainer: Petar Hubtchev

Tore: 1:0 Christ (1.), 2:0 Lawareé (20.), 3:0 Lawareé (42.)

Zuschauer: 9647

Schiedsrichter: Stieler (Obertshausen)

Gelbe Karten: Kreuels, Klamt, Jörg Wemmer, Schlimpert, Jens Wemmer.


STIMMEN ZUM SPIEL

Andreas Lambertz: "Ich fand es schade, dass wir hier nicht mehr Tore gemacht haben. Die letzte Entschlossenheit hat mir gefehlt. Das hat mich richtig geärgert."

Michael Ratajczak: "Was die Konkurrent macht interessiert gar nicht. Wir denken immer nur an das nächste Spiel. Wir haben in Braunschweig ein sehr schweres Spiel."


 
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