Fortuna: Rheinbahn will ein Anti-Randale-Konzept
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 29.05.2009 - 07:40Die Rheinbahn besteht darauf, dass vor dem nächsten Fußball-Spiel Anfang August fest steht, wie man Gewalttäter aus dem Fußball-Umfeld in den Griff bekommt. Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher: "Wir werden in dieser Sache nicht locker lassen!"
Gestern hatte das Verkehrsunternehmen erklärt, man prüfe, den Transportauftrag bei Fortuna-Spielen künftig abzulehnen, wenn die Sicherheit nicht zu garantieren sei. Am vorigen Samstag habe man kurz davor gestanden, den Fahrbetrieb einzustellen, weil insgesamt 15 Züge durch willkürlich gezogene Notbremsen oder aufgerissene Türen still standen.
Techniker, die die Schäden reparieren wollten, seien bespuckt, beschimpft und geschlagen worden. Das werde man nicht noch einmal hinnehmen. Nächsten Mittwoch wird bei der Rheinbahn eine Experten-Runde über das Thema beraten.
Ob das auch auf städtischer Ebene geschieht, ist derzeit eher ungewiss. Denn für die Politik ist das Krawall-Problem Sache der Polizei. FDP-Fraktions-Geschäftsführer Manfred Neuenhaus: "Da werden Verbrechen begangen, da muss die Polizei einschreiten." Er räumte aber ein, dass man gemeinsam verhindern müsse, dass der Ruf der Stadt leide.
Neuenhaus: "Wenn der Polizeipräsident einen runden Tisch aller Beteiligten will, muss er das sagen – und dann bekommt er ihn." Oberbürgermeister Dirk Elbers ließ gestern seinen Sprecher Kai Schumacher erklären, man müsse sich jetzt nun einmal daran gewöhnen, nach zehn Jahren wieder Bundesligastadt zu sein. Damit müsse und werde man klar kommen. Schumacher: "Andere Städte kriegen das ja auch hin." Auf die Schnelle jetzt ein Konzept aus dem Hut zu zaubern sei jedoch nicht sinnvoll.
Nach den Krawallen sind rund 40 Anzeigen erstattet worden, angeblich wird im Präsidium auch gegen Polizisten ermittelt, denen Übergriffe gegen Unbeteiligte vorgeworfen werden.
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