Fortuna: Rösler ist schon mittendrin
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 15.10.2010 - 07:44Der bislang letzte Zugang von Fortuna könnte am Freitag (18 Uhr, Esprit-Arena) für seinen neuen Arbeitgeber sein Debüt in der 2. Fußball-Bundesliga geben. Trainer Meier lobt den 32-Jährigen vor dem Duell mit dem FC Augsburg.
Fragen nach der Anfangsformation seiner Fortuna weicht Trainer Norbert Meier so behände aus wie einst seinen Gegnern auf dem Fußballplatz, als er noch in der Bundesliga spielte. „Grundsätzlich ist es angenehm, wenn alle fit und dabei sind“, sagt der Übungsleiter nur. Sicher ist nach dieser Aussage immerhin, dass ihm das Fehlen von Stürmer Wellington unangenehm ist, denn der Brasilianer hat sich im Training einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen und fällt damit einige Wochen aus.
Dafür könnte am Freutag ein anderer sein Debüt in einem Pflichtspiel für Fortuna geben: Sascha Rösler. Den 32-Jährigen konnten die Flingerner noch vor sieben Tagen nachverpflichten, da er arbeitslos war, weil sein Vertrag bei 1860 München nicht verlängert wurde. Das ermöglichte den Wechsel auch außerhalb des Transferzeitraums. Bei seinem ersten Einsatz für Fortuna - eine Halbzeit beim Testspiel gegen Bundesligist Bayer Leverkusen - lieferte Rösler die Vorlage zum 2:1-Siegtreffer von Thomas Bröker.
Zwar bringt ihm das noch lange keine Garantie auf einen Einsatz gegen Augsburg, aber Meier lobt: „Mit Sascha haben wir einen Spieler, der schon gezeigt hat, dass er in dieser Klasse überzeugen kann. Er ist ein Typ mit einer positiven Dreckigkeit. Er weiß, wie Fußball funktioniert. Sicher fehlen ihm drei Monate auf dem Fußballplatz, aber das Training hat ihm gut getan.“
Wie zuletzt zu sehen war, als er von seinen neuen Teamkollegen nach einem verlorenen Trainingsspielchen „Ohr-Schnipser“ verpasst bekam und das noch mit einem Lächeln ertrug - spätestens da war Rösler mittendrin bei Fortuna. Auch sein Trainer richtet den Fokus auf das gesamte Team: „Wir können nur über alle einzelnen Teile der Mannschaft erfolgreich sein. Wenn Sascha Rösler uns dabei helfen kann, umso schöner“, sagt Meier.
Den Gegner Augsburg nennt Meier eine „spielstarke Mannschaft“, die „als einer der Top-Favoriten auf den Aufstieg in die Saison gestartet ist“. Neben dem mit 23 Treffern torgefährlichsten Angreifer der vergangenen Saison, Michael Thurk, hat sich bislang in Torsten Oehrl ausgerechnet ein Ex-Fortune fest in die Stammformation gespielt, der in der vergangenen Saison bei den Düsseldorfern nicht so recht den Durchbruch schaffte. Diesen hat er nun in Augsburg geschafft.
„Wir verfolgen ja alle Spieler, die mal bei uns waren“, meint Meier. „Ob Olivier Caillas in Erfurt, Axel Lawarée in Bösinghoven oder Hamza Cakir bei Kayserispor. Es freut mich für jeden, der bei uns war, wenn er sich in seinem neuen Verein in Szene setzen kann - aber bitte nicht gegen uns.“
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