Kommentar zum Harnik-Weggang: Schade, aber kein Drama
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 26.04.2010 - 17:05Martin Harnik verlässt Fortuna. Das ist natürlich keine gute Nachricht, denn der 22-Jährige hat vor allem in seiner überragenden Phase von Oktober bis Februar bewiesen, wie wertvoll er in Bestform sein kann. Seine zwölf Saisontreffer haben die Anhänger begeistert, und er ist maßgeblich mitverantwortlich für die grandiose Saison des Aufsteigers.
Es ist auf der anderen Seite aber auch keine Nachricht, die Fortunas Fans in tiefste Verzweiflung stürzen müsste. Wenn es bei den Düsseldorfern nicht lief, war auch der österreichische Nationalstürmer meist nicht in der Lage, den Bock umzustoßen. Und manches Spiel, das Harnik ohne seinen leider recht häufig verletzten Sturmpartner Ranisav Jovanovic absolvieren musste, nährte den Verdacht, dass Harnik stärker von Jovanovic abhängig war als umgekehrt.
Manager Wolf Werner und Trainer Norbert Meier haben schon häufig ein gutes Näschen für Neuverpflichtungen bewiesen. Es ist ihnen durchaus auch zuzutrauen, einen adäquaten Nachfolger für Harnik zu finden – zumal dieser seit stolzen 750 Minuten nicht mehr ins Netz getroffen hat. Sicher wäre es schön gewesen, wenn sich der Stürmer für Fortuna entschieden hätte, aber es ist kein Drama, dass er seine Chance nun anderswo sucht. Reisende soll man nicht aufhalten. Auch und gerade im Fußballgeschäft nicht.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




