Fortuna: Sorgen vor Sechs-Punkte-Spiel
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 12.02.2011 - 09:52Im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt (Sonntag, 13.30 Uhr, Esprit-Arena) will sich Fortuna endgültig von den Abstiegsrängen der 2. Fußball-Bundesliga absetzen. Es drohen jedoch gleich fünf verletzungsbedingte Ausfälle.
Beim ersten Hinhören mag es wie Tiefstapelei klingen. „Für mich ist das ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt Fortunas Trainer Norbert Meier - dabei trifft seine Mannschaft doch auf den Vorletzten der 2. Fußball-Bundesliga, den FC Ingolstadt.
Der Coach geht jedoch bei seiner Einschätzung streng mathematisch vor. „Wir haben 29 Punkte, und damit ist noch niemand in der Liga geblieben“, warnt er. „Wenn sich jetzt auch nur ein Hauch von Lethargie bei uns einschliche, wäre das schon fatal. Ich will nicht, dass meine Mannschaft irgendwie den Wahn entwickelt, ab jetzt alles ganz locker nehmen und spielerisch lösen zu können.“ Denn - so lehrt die Mathematik weiter - falls Ingolstadt am Sonntag gewänne, käme der Aufsteiger auf 20 Zähler und wäre plötzlich gar nicht mehr so weit weg von den Düsseldorfern.
Fortuna - Ingolstadt
Geplante Aufstellung Melka (Ratajczak) - Schwertfeger, Lukimya (Tiago), Langeneke, van den Bergh - Bodzek, Fink - Beister, Dum - Rösler, Ilsø (Christ).
Schiedsrichter Harm Osmers (Hannover) - er feiert sein Debüt in der Zweiten Liga
Worum es gegen die Oberbayern geht, ist also nichts weniger als der Abstand auf die direkten Abstiegsränge. 15 Punkte oder eben doch nur neun, ohne Zweifel ein bedeutender Unterschied. Und da ist es schon bitter, dass Fortuna in diese Partie mit erheblichen Personalsorgen gehen muss. Die am Knie verletzten Andreas Lambertz und Patrick Zoundi fehlen auf jeden Fall, das Mitwirken von Thomas Bröker, Assani Lukimya und Ken Ilsø ist gefährdet.
„Wenigstens hat Ken am Freitag wieder mit der Mannschaft trainiert“, berichtet Meier. „Er hatte irgendwelche Probleme mit dem Beckenboden, aber davon verstehe ich nichts. Das letzte Mal, das ich dieses Wort hörte, war bei der Schwangerschafts-Gymnastik mit meiner Frau.“
Schlechter sieht es bei Bröker (Nervenreizung im Rücken) und Lukimya (Wadenprobleme) aus. Beide absolvierten nur Lauftraining, „aber ich schreibe sie noch nicht ab“, versichert der Coach. Sollte Lukimya ausfallen, könnte Meier entweder Christian Weber bringen und dafür Kai Schwertfeger in die Mitte rücken oder Tiago eine Chance im Abwehrzentrum geben.
Ähnlich laufen die Überlegungen im Mittelfeld. Die wenigsten Umstellungen brächte es mit sich, Maximilian Beister in der Lambertz-Rolle spielen zu lassen. Natürlich warten aber auch Marco Christ und Claus Costa, vor nicht allzu langer Zeit noch feste Größen in der Startelf, auf ihr Comeback. Beide kommen aber nur für die Zentrale in Frage, „und dann müsste ich Adam Bodzek oder Oliver Fink nach außen ziehen“, erklärt Meier.
Fink wäre da prädestiniert, spielte er doch die Flügelrolle in der Vorsaison beinahe regelmäßig. Möglicherweise käme es auf der Außenbahn dann sogar zu einem Familientreffen, denn „Ollis“ kleiner Bruder Tobias verteidigt auf der linken Seite der Ingolstädter. Nach dem Hinspiel (3:0 für den FCI) hatte der 27-jährige Tobias einiges zu feixen - da würde sich der 18 Monate ältere Oliver gern revanchieren.
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