Fortuna: Startklar für das große Derby
VON SONJA SCHMITZ - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010 - 09:27Für das Zweitligaspiel von Fortuna Düsseldorf gegen den MSV Duisburg ist die Arena ausverkauft. 48 250 Fans werden erwartet. Um den störungsfreien Ablauf zu sichern, haben Polizei, Feuerwehr, Rheinbahn und die Vereine schon vor zwei Wochen mit den Vorbereitungen begonnen.
Ein Lokalderby ist immer eine heiße Sache. Das ist auch beim Heimspiel der Fortuna am Sonntag gegen den MSV Duisburg so. In der Hinrunde hatte die Fortuna 0:3 gegen den MSV verloren. Nun haben die Düsseldorfer noch eine Rechnung offen.
Ein klarer Fall für die Fans: Die Arena ist ausverkauft. Zum Meisterschaftsspiel der zweiten Bundesliga wurden 48.250 Tickets verkauft. "Wer kein Ticket hat, braucht nicht mehr zu kommen", sagt Fortuna-Sprecher Tom Koster und will damit Enttäuschungen vorbeugen. Zwar hat die Arena bei Fußballspielen offiziell ein Fassungsvermögen von 51.000 Plätzen, aber aus organisatorischen Gründen bleiben beispielsweise Sicherheitszonen zwischen den Fans beider Vereine frei.
Vom DFB wird die Partie als Risiko-Spiel eingestuft, zum einen weil es ein Lokalderby ist, zum anderen weil es nach dem Fortuna-Aufstieg zu schweren Auseinandersetzungen kam. Vor zwei Wochen haben Polizei, Feuerwehr, Rheinbahn und die Vereine mit den Vorbereitungen begonnen. "Unser Ziel ist, das Spiel reibungslos über die Bühne zu bekommen, für die Fans, die eine schöne Partie sehen wollen", sagt Hans-Joachim Kensbock-Rieso, Einsatzleiter der Polizei. Er rechnet mit etwa 9000 Duisburger Fans, die zum Spiel anreisen werden – die meisten davon mit Bus und Bahn.
Für die Polizei wird es schwierig, die Besucherströme zu überwachen. Denn es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, von Duisburg aus zur Arena zu kommen. Mit dem Wagen, mit dem Zug über die beiden Hauptbahnhöfe der Städte und dann mit der U-Bahn.
Eine dritte Möglichkeit ist es, mit der U 79 durchzufahren. Und schließlich werden aller Voraussicht nach auch einige Duisburger über den Fernbahnhof am Flughafen anreisen. Die Bahn hat dazu einige Entlastungszüge eingesetzt. Damit von dort aus die Fans nicht zu Fuß zur Arena ausschwärmen, bieten die Rheinbahn und die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft einen gemeinsamen Bus-Shuttle-Service an.
Den Raum der An- und Abreise muss die Polizei so abdecken, um möglichst schnell Störenfriede erkennen und begleiten zu können.
Wann und mit wie viel Personal die Polizei anrückt, darüber spricht Einsatzleiter Kensbock-Rieso aus strategischen Gründen nicht. Nur soviel: Die Einsatzstärke sei dem ausverkauften Spiel angemessen. Nach dem Spielende verlagert die Polizei ihre Präsenz in die Altstadt. Dort hatten im Mai nach dem Aufstieg Fans randaliert.
Damit es nicht zu Auseinandersetzungen kommt, ist für die Rheinbahn ein zügiger Abtransport der Menschenmassen oberstes Gebot. "Wir können in einer Stunde 20.000 Leute bewegen", sagt Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. Die U 78 fährt zwischen Hauptbahnhof und Arena mit jeweils drei Wagen, in denen 600 Fahrgäste Platz haben, und in einem Takt unter fünf Minuten. Auf der Line U79 sind vier Sonderbahnen im Einsatz.
Zum sofortigen Einsatz bereit stehen außerdem Monteure für Weichen, Oberleitungen und Fahrzeuge, um Probleme schnell zu beheben. Sie sollen vermeiden, dass eine Bahn länger steht und der Transport der Fans ins Stocken gerät.
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