Fortuna: Trotz 2:1-Sieg: Graue Haare für Trainer Vucic
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 22.11.2009 - 22:30Goran Vucic, Trainer von Fußball-Regionalligist Fortuna II, ist ein eher ruhiger Zeitgenosse, vermeidet normalerweise sowohl Euphorie als auch Panikmache. Doch nach dem 2:1-Sieg seines Teams beim SC Verl zeigte der Coach ungewohnte Emotionen.
SC Verl Fortuna II 1:2
Fortuna II: Nettekoven - Zent, Yuki, Haas, L. van den Bergh, Altenbeck, Hampel, Schmitz, Ari (78. Turhan), Kadah (34. Michalsky), Gaus.
Schiedsrichter: Born (Hamburg).
Zuschauer: 400.
Tore: 0:1 Hampel (24.), 1:1 Bertels (30.), 1:2 Gaus (83.).
„Das war sehr, sehr wichtig für unser junges Team. Ein absolutes Sechs-Punkte-Spiel”, erklärte Vucic. Nach zuletzt nur einem Punkt aus vier Partien konnten die Düsseldorfer endlich wieder als Sieger den Platz verlassen.
Fortuna startete verhalten. Man merkte dem Team an, dass es vermeiden wollte, früh in Rückstand zu geraten. Auch die Verler spielten nicht kopflos nach vorn, und so blieben Torchancen zu Beginn Mangelware. Das Gästeteam war mit vier Leihgaben (Kozo Yuki, Oliver Hampel, Deniz Kadah und Marcel Gaus) aus dem Kader der ersten Mannschaft besetzt - und das sollte sich auszahlen.
Hampel schnappte sich bei einem Freistoß 20 Meter vor dem SCV-Gehäuse die Kugel und drosch sie zur 1:0-Führung in die Maschen. Die Freude bei F95 hielt allerdings nicht lange an. Nur sechs Minuten später konnten die Hausherren den Ausgleich erzielen. Erneut kassierte die Fortuna ein Tor nach einer Standardsituation. In diesem Fall schaltete Thomas Bertels nach einer Ecke am schnellsten und besorgte das 1:1.
In der zweiten Halbzeit fand Fortuna zunächst besser ins Spiel, versäumte es aber, erneut in Führung zu gehen. So hatten die Verler eine Viertelstunde vor Schluss durch Christian Knappmann die große Chance, das Spiel zu drehen, doch F95-Torhüter Patrick Nettekoven parierte zweimal stark.
Ein Konter der Fortunen sorgte dann für die Entscheidung. Sebastian Michalsky, für den mit einer Fleischwunde am Fuß ausgeschiedenen Kadah eingewechselt, bediente per Flanke Marcel Gaus, und dieser köpfte eiskalt zum 2:1 ein.
„Das war ein schöner Konter. Wir haben uns das Glück erkämpft”, erklärte Vucic, der am Ende bei einem indirekten Freistoß im Düsseldorfer Strafraum noch einmal zittern musste. Hinterher konnte er schon wieder scherzen: „Jetzt habe ich ein paar graue Haare mehr auf dem Kopf.”
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