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Fortuna: Union zu clever für Fortuna

VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 20.04.2009 - 07:13

Fortuna verlor vor der Rekordkulisse von 27.375 Zuschauern gegen den Tabellenführer 0:1. Die Berliner nutzten ihre einzige echte Chance, während Fortuna viele Möglichkeiten ungenutzt ließ.

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Das Feld war bereitet für ein ganz großes Fußballfest. 27.375 Zuschauer hatten Karten für Fortunas Heimspiel gegen Union Berlin erworben ­ mehr als nur ein Rekord für die Dritte Fußball-Liga. Der stand bei bislang 19.400 Besuchern in Braunschweig und wurde gestern geradezu pulverisiert. Es war eine bundesligareife Kulisse, der die Partie jedoch bestenfalls phasenweise gerecht wurde. Und das Ergebnis ließ Fortunas Bundesligaträume sogar beträchtlich schrumpfen: Mit 0:1 verlor die Truppe um Kapitän Andreas Lambertz und fiel damit aus den Aufstiegsrängen hinaus.

„Jetzt gilt es, die Mannschaft zunächst einmal aufzurichten”, sagte Trainer Norbert Meier, „und das möglichst schnell. Viel Zeit haben wir nicht, denn schon am Freitag geht es in Wuppertal weiter.” Hoffentlich mit mehr Entschlossenheit, Zielstrebigkeit und Cleverness im Abschluss ­ denn dort lagen bei der überflüssigen Pleite gegen einen langen Zeit zwar stabil stehenden, aber ansonsten fast schon desinteressiert wirkenden Spitzenreiter die größten Defizite.

Nur zwei Bälle musste Unions Keeper Jan Glinker halten, einen herrlichen Schlenzer von Sebastian Heidinger und einen Kopfball des ansonsten ganz schwachen Ranisav Jovanovic. Eine erbärmliche Bilanz angesichts der optischen Überlegenheit, die sich die Gastgeber über weite Strecken erspielt hatten.

Vor dem Tor jedoch versagten den Düsseldorfern die Nerven. Heidinger drosch ebenso aus viel versprechender Position über die Latte wie Claus Costa. Ahmet Cebe dribbelte sich hervorragend in den Strafraum, verpatzte dann aber das entscheidende Zuspiel ­ und diese Liste ließe sich noch beliebig verlängern.

„In puncto Einsatz und Laufbereitschaft kann ich meiner Mannschaft nicht den geringsten Vorwurf machen”, meinte Meier. „Aber wir waren beim letzten Pass zu hektisch. Ich hätte mir mehr Ruhe gewünscht, aber die Grundtugenden des Fußballs haben wir durchaus gezeigt.” Nur war das gegen die äußerst abgezockten Berliner einfach nicht genug. Ihre einzige nennenswerte Torchance nutzten sie durch den eingewechselten Karim Benyamina entschlossen aus, profitierten dabei davon, dass die Fortuna-Deckung dem Schützen förmlich die Gasse aufgemacht hatte.

„Bei uns fehlte ganz einfach, das Richtige im richtigen Moment zu tun”, sagte Meier mit Blick auf die Vielzahl guter Tormöglichkeiten. „Wenn du ein Spiel verlierst, in dem du so viel Aufwand betreibst, in dem du dich so auskotzt, dann bist du ganz schön down.” Logisch, denn auch die Fortuna-Spieler hatten ja gewusst, welche Chance sie da angesichts der unerwarteten Paderborner Heimpleite gegen Dresden vor Augen gehabt hatten. Genutzt haben sie diese jedoch einmal mehr nicht.

Quelle: RP

 
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