Fortuna: Vereine brauchen Hilfe von den Fans
zuletzt aktualisiert: 02.02.2010 - 07:54In der Düsseldorfer Esprit-Arena demonstrierten unlängst ein paar Zuschauer, was es heißt, echte Fans zu sein. Sie hielten einen aus ihren Reihen fest, der kurz zuvor ein Feuerzeug aufs Spielfeld geworfen hatte.
Getroffen wurde durch den Gegenstand ein Spieler von Union Berlin - im Gesicht. Glücklicherweise ist Torsten Mattuschka mit dem Schrecken davongekommen. Für den Werfer wird die Aktion wohl noch ein finanzielles Nachspiel haben. Zweitligist Fortuna hat angekündigt, sich den Großteil der vom DFB verhängten Strafe von dem Mann wiederholen zu wollen.
Eine teure Dummheit. Gleichwohl ein richtiges und wichtiges Signal des Vereins. Viele Klubs haben lange aus Angst vor einem Zerwürfnis mit der eigenen Anhängerschaft vor solchen Schritten zurückgeschreckt. Kriminelle Taten wurden mitunter bagatellisiert, die Strafzahlungen vom geschädigten Klub beglichen. Abschreckung erfolgte so nicht. Viel wichtiger als die Begleichung von offenen Rechnungen ist allerdings das mündige Verhalten der Fans - nur mit ihrer Hilfe können nicht belehrbare Chaoten aus dem Stadion getrieben werden.
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