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Fortuna: Von Krise ist keine Rede

VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 20.02.2012 - 14:00

Die Zahlen sprechen dagegen, doch von Krise ist bei Fortuna nach dem 1:2 bei 1860 München keine Rede. Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier ist seit fünf Partien sieglos, purzelte von Platz eins auf vier und belegt in der Rückrundentabelle nur Rang 15.

"Wir hatten Torchancen im Minutentakt und haben sie nicht genutzt", klagte Trainer Norbert Meier. Foto: rpo, Falk Janning
"Wir hatten Torchancen im Minutentakt und haben sie nicht genutzt", klagte Trainer Norbert Meier. Foto: rpo, Falk Janning

Die Beobachter waren sich aber einig, in der Allianz-Arena eine Düsseldorfer Mannschaft erlebt zu haben, die so stark auftrumpfte wie zu besten Hinrundenzeiten.

Die Rot-Weißen hatten sich gegenüber den Vorwochen erheblich gesteigert und zeigten eine der besten Leistungen der Saison. Sie gingen allein wegen der verpassten Einschussmöglichkeiten nicht als Sieger vom Platz. "Wir hatten Torchancen im Minutentakt und haben sie nicht genutzt", klagte Trainer Norbert Meier. "Die Niederlage wirft uns aber nicht um. Wir sind ja nie davon ausgegangen, dass wir die komplette Saison ungeschlagen bleiben."

Düsseldorfs Konkurrenten spielen derzeit auch nicht überragend, sie punkten aber konsequenter als die Düsseldorfer. Spitzenreiter Eintracht Frankfurt, der zweitplatzierte FC St. Pauli und der Tabellendritte Greuther Fürth haben in der Rückrunde acht und neun von 15 möglichen Punkten geholt. Mannschaft der Stunde ist 1860, das den vierten Sieg in Folge holte und sechs der jüngsten sieben Spiele gewann.

Im Heimspiel gegen Alemannia Aachen soll für Fortuna am kommenden Montag der Knoten platzen und der erste Sieg des Jahres eingefahren werden. Der ist zwingend erforderlich, denn in 1860 München hat sich eine weitere Mannschaft zum Kreis der Aufstiegsaspiranten gesellt. Gewinnen die Löwen das Nachholspiel in Aue rücken sie bis auf drei Zähler an Fortuna heran. Allerdings stehen sie vor den Wochen der Wahrheit mit schweren Spielen bei Union Berlin und gegen St. Pauli.

In München hat sich Fortuna mit den Löwen ein intensives und temporeiches Spiel auf hohem Niveau geliefert. Die Düsseldorfer kämpften sich nach dem frühen Tor der Löwen durch Aigner (6.) schnell zurück in die Partie und waren das bessere Team. Sie kamen durch Maximilian Beisters ersten Treffer nach 740 Minuten Torflaute noch vor der Pause zum Ausgleich (44.). "Wir waren spielerisch überlegen, hätten schon zur Pause den Deckel draufmachen müssen", sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier.

Im zweiten Durchgang kämpften die beiden Mannschaften mit offenem Visier. Die Münchner gewannen schließlich durch einen Freistoßtrick, den Aygün zum Endstand verwandelte (80.). Es war eine unverdiente Niederlage der Düsseldorfer. "Vorne haben wir eine schlechte Chancenverwertung und hinten kassieren wir zu viele Tore aus wenigen Gelegenheiten", klagte Abwehrchef Jens Langeneke, der sich maßlos über die Niederlage ärgerte. "Gute Spiele könne wir uns sonstwo hinstecken", schimpfte er. "Dafür kriegen wir nichts. Wir brauchen die Punkte."

Quelle: rl

 
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