Fortuna II: Vucic-Truppe will sich rehabilitieren
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 02.10.2009 - 07:48Viel Grund zu lachen hat Goran Vucic, Trainer der Fußball-Zweitvertretung Fortunas, momentan nicht. Zehn Spieler sind verletzt oder angeschlagen, sechs davon können Freitagabend gegen den Tabellendritten VfL Bochum II (19Uhr, Paul-Janes-Stadion) definitiv nicht auflaufen.
„Wir haben viele Ausfälle, dürfen aber auch nicht weinen“, sagt Vucic, der nun aus dem vorhandenen Spielermaterial das Optimale heraus kitzeln muss. Gino Mastrolonardo (Mittelfußbruch), Michael Behlau (Kreuzbandriss) und Robert Magos (Leistenbruch) fallen noch länger aus.
Für die wieder genesenen Olcay Turhan, Raimund Schmitz und Sascha Wolf käme ein Einsatz zu früh. Achraf Ouro-Gnaou kämpft noch mit Schulterproblemen, Andreas Altenbeck und Sebastian Michalsky sind ebenfalls nicht hundertprozentig fit.
Zu allem Überfluss musste Marco Königs nach einem Torschuss das Training erneut mit Schmerzen am lädierten Mittelfuß abbrechen - eine Diagnose steht noch aus. „Dennoch müssen wir eine Reaktion zeigen“, fordert Vucic nach der herben 0:4-Schlappe in Mannheim am vergangenen Wochenende. „Es wird kein einfaches Spiel. Da treffen zwei junge Mannschaften aufeinander. Das wird interessant.“
Der Trainer hat unter der Woche viel mit seiner Elf gesprochen und ist überzeugt, dass sie ihre Fehler eingesehen hat: „Das Team war sehr selbstkritisch, das ist positiv. Die Spieler wissen, dass so eine Leistung nicht noch einmal passieren darf.“ Der Gegner am Freitag scheint jedenfalls schlagbar: Bochum hat in den bisherigen vier Auswärtsspielen keinen Sieg erzielt und erst drei Punkte aus der Fremde mitgenommen.
„Wir müssen eng am Mann bleiben. Die dürfen keine Luft zum Atmen haben. Wenn wir kompakt stehen, einfach spielen und vorne schnell zum Abschluss kommen, haben wir gute Chancen“, erklärt der F95-Coach, der zudem auf personelle Unterstützung aus dem Kader des Zweitliga-Teams hofft. Vucic glaubt an das Leistungsvermögen seiner Mannschaft, die gegen Bochum die Möglichkeit zur Rehabilitation bekommen soll: „Wir können das. Die Jungs können es jetzt beweisen“, sagt er überzeugt. Mit einem Sieg könnte sein Lachen jedenfalls wieder zurückkehren.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




