Fortuna: Weber rettet einen Punkt
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 11.09.2009 - 19:54Erst vor rund einem Vierteljahr ist Fortuna Düsseldorf in die Zweite Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Es sollte sich also niemand allzu sehr wundern, dass der Klub immer mal wieder kräftig Lehrgeld zahlen muss. Das war beim 0:3 in der vergangenen Woche beim MSV Duisburg so, und das schien sich gestern Abend zu wiederholen.
Da lag die Mannschaft von Trainer Norbert Meier vor 20.235 Zuschauern in der eigenen Arena gegen den FC Augsburg lange mit 0:1 zurück und hatte sich in den entscheidenden Szenen nicht sehr clever angestellt. Dann aber glich Fortuna durch einen Freistoß von Christian Weber doch noch zum 1:1-Endstand aus.
In der 34. Minute war den Düsseldorfern die erste Panne passiert: Zwar unterlief dem brasilianischen Innenverteidiger Anderson im Strafraum ein dummes Foul an Michael Thurk, doch scheiterte der Augsburger Kapitän mit dem fälligen Elfmeter an Fortuna-Torhüter Michael Ratajczak.
180 Sekunden später pennte die Deckung der Gastgeber aber erneut, und diesmal nutzte Thurk es besser. Auf Flanke des Ex-Fortunen Marcel Ndjeng köpfte der Torjäger völlig unbedrängt ins Netz der erste Gegentreffer der Düsseldorfer in der eigenen Arena seit dem 19. April.
Das Blitzinterview mit Mittelfeldspieler Andreas Lambertz:
1:1 - so richtig rund lief es nicht...
Lambertz: Wir können uns bei Ratajczak bedanken. Er hat das Ding ganz klar für uns gerettet. Vier, fünf Mal standen die Augsburger frei vor der Kiste.
Später wurde es aber besser...
Lambertz: Wir haben lange gebraucht, um das Spiel in den Griff zu kriegen. Wenn wir nur nach den Torchancen gehen, müssen wir mit dem Punkt glücklich sein.
Hat es an der Einstellung gelegen?
Lambertz: Kämpferisch war das völlig okay, wir haben uns in der zweiten Halbzeit den Arsch aufgerissen.
Am Ende war der Aufsteiger mit dem Remis sehr gut bedient. Zwar stemmte er sich nach dem Wechsel mit viel Leidenschaft gegen die erste Heimniederlage der Saison, aber seine Mittel schienen einfach nicht auszureichen. Augsburg, ohnehin von vielen Experten hoch gehandelt, zeigte die bei weitem reifere Spielanlage und erarbeitete sich so auch die klareren Chancen.
Hätte nicht Ratajczak in gleich drei Szenen sein Privatduell mit dem freistehenden Thurk für sich entschieden, wäre es wohl ein trüber Abend geworden. So aber rettete Webers Freistoßknaller die Party der Fortuna-Fans wenigstens halbwegs.
Statistik
Düsseldorf: Ratajczak - Weber, Cakir, Anderson, van den Bergh - Lambertz (78. Gaus), Costa (26. Sieger), Fink, Caillas - Bulykin (46. Harnik), Jovanovic. - Trainer: Meier
Augsburg: Kruse - Reinhardt, Buck, Sinkala (84. Torghelle), Bellinghausen - Ndjeng, Brinkmann, Mölzl, Hegeler - Szabics (73. da Costa), Thurk. - Trainer: Luhukay
Schiedsrichter: Tobias Christ (Kaiserslautern)
Tore: 0:1 Thurk (37.), 1:1 Weber (83.)
Zuschauer: 20.235
Beste Spieler: Ratajczak - Brinkmann, Thurk
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: Fink - Reinhardt (2), Hegeler, Thurk (2)
Bes. Vorkommnis: Ratajczak hält Foulelfmeter von Thurk (34.)
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