Fortuna: Wellingtons Sturmpartner gesucht
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 02.09.2010 - 08:04Schon unmittelbar nach der 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC stand für Fortunas Trainer Norbert Meier ein Hauptmanko fest: „Wir brauchen zu viele Chancen. Herthas Effektivität war der Unterschied.“
Mit diesen nüchternen Worten brachte es der Chefcoach des Fußball-Zweitligisten auf den Punkt. Der Aufstiegsfavorit machte in der Defensive ähnlich gravierende Fehler wie die Düsseldorfer - nur waren diese, im Gegensatz zu den abgezockten Gästen, nicht in der Lage, Kapital daraus zu schlagen.
Wie schon in den Partien zuvor zog sich die Abschlussschwäche wieder durch die ganze Offensivabteilung. Ranisav Jovanovic ließ ebenso wie Thomas Bröker eine Riesenchance ungenutzt, Sándor Torghelle tauchte gleich derart ab, dass er gar nicht erst in die Nähe des Berliner Kastens kam. Allein Wellington hatte Erfolg, mit einem Prachttor aus 35 Metern.
Für die nächste Zweitligapartie am 11. September beim FSV Frankfurt legt das - angesichts des engagierten Auftritts „Wellis“ - den Schluss nahe, dass der Brasilianer erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn an stürmen darf. Aber wer wird dann in Meiers 4-1-3-2-System Wellingtons Partner? Eine Alternative wäre Marcel Gaus, der jedoch gegen Hertha nicht einmal im Kader stand, dafür Fortunas Zweitvertretung bei deren 2:1-Sieg gegen Leverkusen II verstärkte.
Vieles spricht jedoch dafür, dass Meier zunächst einmal weiter auf Jovanovic vertraut, denn der war in den starken ersten 20 Minuten gegen Hertha mehrfach Ausgangspunkt guter Kombinationen. Oft schien es nur, als wenn „Rani“ immer noch den schnellen Martin Harnik suchte, seinen Sturmpartner der Vorsaison. Der freilich spielt inzwischen beim VfB Stuttgart - und Harniks designierter Nachfolger Torghelle hat seine Rolle in Meiers System noch nicht gefunden.
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