Heimspiel gegen Union Berlin: Wut auf Kenan Sahin
zuletzt aktualisiert: 23.01.2010 - 15:05Wenn wir mal ganz ehrlich sind, schwappte am Freitag nicht nur Freude über den Sieg, sondern auch ziemlich viel Schadenfreude durch die Arena. Einen Sieg hätten wir den Unionern selbstverständlich nicht gegönnt – und Ex-Fortune Kenan Sahin keinen einzigen erfolgreichen Spielzug.
Wie tief die Wut auf Sahin auf der Südtribüne sitzt, hat man spätestens dann bemerkt, als Sahin in der 58. Minute eingewechselt wurde. Die Einwechslung und jeder Ballkontakt wurden mit einem lauten Pfeifkonzert begleitet.
Das hat sich der frühere Fortune und jetzige Unioner selbst zuzuschreiben und sicherlich auch verdient. Vor dem Hinspiel hatte er nämlich kräftig über Düsseldorf gelästert und nicht einsehen wollen, dass er als oftmals egoistischer Einzelkämpfer in einem Team der Fortuna nichts mehr zu suchen hatte. Im Nachhinein unterstellte er allerdings den Düsseldorf-Spielern Egoismus.
Beim Spiel in der Alten Försterei pöbelte er dann mehrmals Richtung Fortuna-Fankurve, provozierte mit eindeutigen Gesten und feierte auffallend lange vor den Gästen. Fazit: Es ging ihm anscheinend nicht um den Erfolg oder seinen neuen Arbeitgeber, sondern nur um angeblich offene Rechnungen und Provokationen.
Bei uns halten sich wohl zwei Gefühle die Waage: zum einen die Freude, einen solchen Spieler nicht mehr dabei zu haben und zum anderen die Wut über dieses unsportliche Verhalten. Schön, dass die Wut nach Abpfiff von der Schadenfreude, es den Berlinern gezeigt zu haben, verdrängt wurde.
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